Bekanntlich hat der wohl absolutistischste Herrscher aller Zeiten, Louis XIV., selbst für damalige Zeiten ungenügende Anstrengungen der Körperhygiene unternommen. Statt zu baden liess er sich einfach mit Parfum abreiben. Doch die wenigen Male, wo die königliche Haut mit Wasser in Berührung kam, fanden in einer der obigen Badewanne ähnlichen statt. Man mag es ewiggestrig oder nostalgisch nennen, retro womöglich, in jedem Fall aber hat die befusste Standwanne noch nicht ihr letztes Wörtchen im Designalltag gesprochen.
Das hier abgebildete Modell "D'amore" aus der Rolltop-Serie des englischen Herstellers mit italienischem Namen, Sottini, präsentiert sich denn auch klassisch von Kopf bis Fuss. Eine stählerne Vorhanghalterung, weisses Porzellan, klassiche Armaturen, ein aussen mattierter, farbiger Wannenkörper und mettalische Füsse - und fertig ist die Wanne à Luis. Heutzutage sogar mit fliessend-warmem Wasser. Einziger Nachteil: Im Gegensatz zu den modernisierten Wannen (etwa von AQHayon) haben die Sottini-Objekte ein authentisch-betagtes Flair und sind somit wesentlich komplizierter in ein modernes Badezimmer zu integrieren. Doch ein wenig Behutsamkeit und formales Gespür und der Hingucker ist garantiert!
Sottini