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10. Juni 2011

Pariser Glanz

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Eingetragen von: Erneste Appell

Savoir Vivre aus Paris: Jörger aus Deutschland und Devon & Devon aus Italien bekommen mit der französischen THG nun einen ernstzunehmenden Mitspieler im Wettstreit um den Markt der opulent-nostalgischen Armaturen und Waschbecken. Viele der einzelnen Stücke sind auch bei THG etwas gar bieder geraten und wirken mit den Goldranken- und Edelsteinverzierungen eher protzig als elegant, doch gerade die Stücke der hier abgebildeten Ligne Vasques métal bestechen durch eine galmouröse Wirkung und geben sich doch klar modern. Dies und nicht die mittlerweile totkopierten Biedermeier-Entwürfe dürften dem Hersteller langfristigen Erfolg garantieren.

THG Ligne Vasques métal

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17. Februar 2011

Frankreich...

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Eingetragen von: Erneste Appell

... 'la grande nation', war noch nie für Bescheidenheit bekannt und auch Produits Neptune werfen bei der Beschreibung der Kollektion WISH mit Superlativen um sich: 'perfect union of desing, materials and technology', 'masterful understanding', 'architectural prowess', 'masterpieces of pure contemporary design' sind hier die prägnantesten Stellen.

Auch wenn dies wohl etwas übertrieben ist, die Objekte sind sehr gelungen. Aus 100 % Polymer sind die Wannen spiegelglatt und als ein Formstück ausgeführt. Die Formen sind bestechend klar und gerade die hier abgebildete Variante macht alles richtig: Die grosse Höhe verhindert kalte Schultern und die aus dem Wannenrand herausgeknickte Rückenlehne sorgt für Liegekomfort weit besser als ein Wannenrand.

Savoir baigner!

Produits Neptune WISH

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28. Juni 2010

VIZIO

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Eingetragen von: Erneste Appell

Dass Armaturen nicht immer feiner, farbiger, mit Touch-Funktion und LED-Anzeige versehen sein müssen zeigt eindrücklich die Kollektion VIZIO der französischen CRISTINA rubinetterie. In der Rückbesinnung auf das, was eine Armatur eigentlich ausmacht und durch den Verzicht auf sämtliche Spielereien entstand eine Hand voll charakteristischer Objekte. In den Proportionen kräftig, fast schon muskulös lehnt sich der Wasserhahn nach vorne, allzeit bereit, seine Funktion zu erfüllen. Und die ist nunmal Wasserauslass und -regulation und hat mit Lichtshows nichts am Hut!

Cristina Ondyna VIZIO

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3. Februar 2010

Objekt der Woche: Edition Andrée Putman

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Eingetragen von: Erneste Appell

Vorgestern stellten wir hier die überschwängliche, maximal luxuriöse und verspielte Fliesenkollektion Carmen vor, die Design-Wunderkind Marcel Wanders für Bardelli entworfen hat. Nebst all seinen Tätigkeiten kam er unter anderem im Jahre 2005 zu der Ehre, das zwanzigste International Design Yearbook herauszugeben. Eine andere Person, welcher dieses Privileg zukam, ist die Grande Dame des französisches Designs, die mittlerweile 85jährige Andrée Putman, die 1992 das siebte Jahrbuch veröffentlichte. Dass sie ihr Handwerk nach wie vor beherrscht, zeigt sie mit der Badewanne Edition Andrée Putman für die deutsche Hoesch, ein simples Stück mit weichem Schwung und einer komfortablen Sitztiefe, die auch zwei Personen genügend Platz bietet.

Und was lernen wir aus dem Ganzen? Die Designwelt ist klein, zumindest jene mit Qualität.

Hoesch Edition Andrée Putman

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11. November 2009

Objekt der Woche: Marcel Duchamps Fountain

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Eingetragen von: Erneste Appell

Eigentlich ist das hier abgebildete Urinal eher ein Objekt des Jahrhunderts denn der Woche, ist dieses einzigartige Modell Bedfordshire der Firma J.L. Mott Iron Works aus New York doch das mit Abstand berühmteste Urinal der Welt. Unter dem Namen Fountain (engl. Spingbrunnen aber auch Ursprung) stellte es der französische Künstler Marcel Duchamps, eine Ikone der frühen Konzeptkunst, 1917 im New Yorker Grand Central Palace aus. Beziehungsweise nicht aus. Das einfache, unbehandelte Stück, um 90 Grad gedreht und mit dem fiktiven Namen R. Mutt und der Jahreszahl beschriftet, war nämlich das einzige von etwa 2.500 Kunstwerken, welches bei der Ausstellung nicht gezeigt wurde - und dies, wo doch die Statuten der just zuvor gegründeten Society of Independent Artists eine komplette Freiheit von Zensur und die ultimative Freiheit und Souveränität des Künstlers proklamiert hatten.

Dies ist die Geburtsstunde des Readymade, des objet trouvé: Duchamps hatte die Society ausgetrickst und die erste Kunst gemacht, die schon gemacht war - und zwar nicht vom Künstler selbst. Dieser subversive Akt löste in der Folge grosse Diskussionen aus, das Objekt, seine Beschriftung und die Bedeutung Duchamps Handelns wurden vielfach und ausführlich interpretiert. Heutzutage herrscht zwar Einigkeit - zumindest in der Kunstwelt - darüber, dass das Readymade durch die Auswahl, Inszenierung, Verformung oder Benennung des Künstlers zum Kunstobjekt werden kann, es bedurfte jedoch eines einfachen, weissen Prozellanurinals um diese Veränderung in den vermeintlich kreativen, abstrakt denkenden Köpfen von 1917 auszulösen.

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18. Juni 2009

Wolken im Raum

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Eingetragen von: Erneste Appell

Bei der Einrichtung des Eigenheims kreativ zu werden ist garnicht so einfach. Sicherlich, jeder Punk bastelt sich seine Dinge zusammen und der dilettantische Imperfektionismus ist Teilziel der Aktion. Wer jedoch - was vermutlich auf der Grossteil der Leser hier zutrifft - eine gewisse Eleganz und Präzision in der Verarbeitung anstrebt, ist oft an den Markt gebunden. Zu gross ist die Zahl doppelt linker Hände im Zeitalter der Kopfmenschen. Und gerade im Badezimmer kommt die sanitär-technische Komponente zum Handwerklichen hinzu.

Umso mehr freut es mich deshalb, an dieser Stelle ein aussergewöhnliches Produkt vorzustellen, fernab aller Waschbecken, Toilettenschüsseln, Fliesen und Badewannen. Die Schöpfer, die international erfolgreichen Design-Brüder Ronan und Erwan Bouroullec aus Frankreich, haben in Zusammenarbeit mit der dänischen Kvadrat das Fliesensystem clouds entwickelt.  In diesem frei arrangierbaren System, insgesamt in zwei Arten und sieben Farbkombinationen erhältlich, wird dem Käufer freie Hand gelassen. Ob die clouds über Wand und Boden wuchern, bunt und willkürlich den Raum in Beschlag nehmen, oder ob lediglich eine kleine Ecke in kontrollierten Farben und Geometrien verziert wird ist einerlei. Mit einem einfachen Gummiband-Prinzip (siehe unten) wird der Kunde zum Gestalter und für das Badezimmer heisst es: Ob Sie Ihren Waschtisch umwolken, eine kleine Dekoration beim Eingang machen oder Ihre Badewanne in eine wohlig-weiche Höhle verwandeln, bleibt Ihnen überlassen.

Kvadrat clouds by Ronan and Erwan Bouroullec

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21. März 2009

Schön warm

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Eingetragen von: Erneste Appell

Sicher, es gibt hässlichere Heizungen und schönere Heizungen und wer keine Fussbodenheizung hat, wird eine im Badezimmer brauchen - schliesslich ist nichts unangenehmer am Morgen als ein kaltes Bad. Dass der französische Künstler und Designer Johanne Cinier sein Talent in die Herstellung aussergewöhnlicher Heizkörper steckt, ist eine wahre Freude. Von plastischen Heizskulpturen bis zu gemäldeartigen Unikaten der Collection Pièces Uniques gibt es mittlerweile eine riesige Auswahl und auch wenn eigentlich alle der Stücke vom heutigen Standpunkt aus keine künstlerischen Innovationen darstellen, so sind sie doch die wohl hübschesten Heizkörper der Welt...

CINIER radiateurs contemporains

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28. Januar 2009

Massaud für Axor

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Eingetragen von: Erneste Appell

Seine Produktentwürfe aus dem Industriedesign stehen in den Museen von London bis Chicago, arbeitete für Armani und Baccarat, er baute das brühmte Tanabe House in Fukuoka (Japan), plante das zur Zeit im Bau befindliche Fussballstadion in Guadalajara (Mexiko) und seit einer Weile verschönert er auch die Bäder dieser Welt. Für Axor, die Designmarke von Hansgrohe schuf der französische Stardesigner und Architekt Jean-Marie Massaud die Kollektion Axor Massaud, in welcher er seine Idee der Verbindung von Raum und Natur umsetzt. Angelehnt an die Kurve des Gashalms und den Lauf des Wasserfalls entstand so eine äusserst dynamische, organisch angehauchte Linie, in welcher jedes Objekt als kleines Kunstwerk besticht.

Axor Massaud by Hansgrohe 

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7. Dezember 2008

Objekt der Woche - QUADRI: Männlich, kubisch, gut ...

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Eingetragen von: Erneste Appell

Auch wenn die Unternehmung aus dem französischen Marrennes sich Christina Ondyna Robinetterie nennt, steckt keine weibliche Designerin dahinter. Also wiedermal männliches Design. Aber wiedermal gutes Design, und darauf kommt es an. Denn es gibt ein weitere "wierdermal" und das ist der Kubismus.

Denn die Serie Quadri der Collection 2008 kennt fast nur den rechten Winkel. Am abgebildeten Wasserhahn, dem Lavabo Quadri Mitigeur chrome, etwa ist lediglich die Führung nach unten leicht abgebogen und der Kopf nach unten hin abgewinkelt um das Kippen zu ermöglichen. Es sind also einfache, funktionale Entscheide, welche spielerisch die gewählte Formensprache negieren und so ein spannungsvolles Gesamtes schaffen.

Das hat natürlich auch seinen Preis, so schlägt der Wasserhahn mit 311,44 Euro zu Buche und das entsprechende Duschset mit Brause, Stangen und Drehknöpfen kostet dann schon ganze ansehnliche 1'186,73 Euro.

Christina Ondyna Robinetterie - Serie QUADRI

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3. Dezember 2008

Starckes Design

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Eingetragen von: Erneste Appell

Er hat Fliegenklatschen entworfen und Zahnbürsten, eine Zitronenpressen für Alessi und Motorräder, ein Motorrad für Aprilia. Er schuf die unglaublich erfolgreiche Brillen-Kollektion mit doppelachsigem Kippgelenk für Alain Mikli und Sportschuhe für Puma. Des weiteren umfasst sein Werk verschiedenste Möbel, Radios, eine Computermaus für Microsoft und die Inneneinrichtung diverser Bars und der Privaträume François Miterrands. Kurzum: Der Franzose Philippe Starck ist ein Star der Design-Szene und nach seinen Erfahrungen, die er bei Hoesch und Duravit sammelte, schuf er nun auch eine komplette Axor-Kollektion für hansgrohe.

Nach eigenen Aussagen ist sein Designprinzip das Prinzip der Reduktion oder auch die "Ethik des Weglassens". Dass er im ewigwährenden Streit des Industriedesigns so den Schwerpunkt beim Gebrauchsgegenstand setzt und nicht beim Kunstgegenstand kommt dem Benutzer natürlich sehr entgegen. Nichtsdestotrotz sind die Objekte elegant, von natürlichem Schwung und bestechender Materialität.

Summa summarum: ob auf der Nase, unter dem Hintern, in der Hand oder im Badezimmer: Philippe Starck ist ein Hingucker der funktioniert zu vegleichsweise fairen Preisen.

Axor Starck

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