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11. April 2014

Überlappt statt gefugt

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Eingetragen von: Erneste Appell

Steuler Fliesen sprechen von einer «neuen Ära» und einem «spektakulären Rahmen für Ihre Ideen». Mondäne Eleganz könne man im Eigenheim mit einem Picasso an der Wand haben – oder eben mit den Fliesen LAPS. Dieser Vergleich ist fraglos etwas übertrieben, doch dekorativ ist die plastisch strukturierte Kollektion allemal. Ob als gewöhnliche Wandfläche im Bad oder als Passepartout im Wohnbereich, LAPS bietet einen verspielten Hintergrund. Die Fliesen in alabaster, grafit, eisenschwarz oder goldocker haben zwei Besonderheiten: Sie überlappen sich und bilden so eine optisch geschlossene Fläche ohne Fugen. Die Oberfläche lebt darüber hinaus von der «Halb-Manufaktur». In der immer gleichen Presse werden die Fliesen einzeln gepresst und von Hand herausgenommen und an den Kanten gesäubert. Der Hersteller preist dies als «Unikate» an, doch vermutlich ist es realistischer, von leichten Unregelmässigkeiten zu sprechen, welche der Fläche eine handwerklich angehauchte Lebendigkeit verleihen. Lange Rede, kurzer Sinn: Die quadratischen Fliesen von 23,5 auf 35,5 Zentimetern sind ein gelungener Hingucker und ein haptisches Erlebnis - nicht mehr und nicht weniger!

Steuler Fliesen LAPS

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1. April 2014

Mit Kopf und Kragen

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Eingetragen von: Erneste Appell

Auch der italienische Mosaik-Hersteller SICIS macht, was alle Mosaik-Hersteller machen: Zahllose Farben, Mischungen und Verläufe, ornamentierte Friese und Flächen. Die Serie PORTRAIT geht jedoch einen anderen Weg und knüpft an alte Zeiten an, als Mosaik eine wahre Kunstform für teils gigantisch grosse, bildlich-figürliche Darstellungen war. Ganz so weit, geht SICIS freilich nicht und der Name sagt es: Hier geht es um Portraits: Meist sind diese schwarzweiss mit einer Farbe für Akzente (wie oben abgebildet) oder im Hintergrund. Doch natürlich ist hier weitaus mehr möglich, denn der Hersteller arbeitet auch auf Auftrag. Ob man sich nun selbst jeden Tag in Form kleiner Sternchen sehen möchte oder lieber einen Hollywoodstar, einen grossen Denker oder den verstorbenen Hund, ist dabei jedem selbst überlassen.

SICIS PORTRAIT

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4. März 2014

Edel-Imitation

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Eingetragen von: Erneste Appell

«Wenn der Unterschied zwischen Feinsteinzeug und echten handwerklichen Cotto-Fliesen verschwindet», erläutert der Hersteller Provenza die Fliesenkollektion Cotto d'eremo. Der Hersteller, dem die französische Landschaft Provence den Namen gab, hat ein Flair für mediterranes Ambiente. Selbstredend sind die Fliesen nicht in traditioneller Terrakotta-Technik, doch Farbigkeit und Struktur sind diesen zum Verwechseln ähnlich. Das ist garnicht so einfach, wie man bei unzähligen italienischen Restaurants feststellen kann, wo Billigimitat an den Wänden klebt. Die Vielzahl an kombinierbaren Formaten, Randprofilen und Ecksteinen sorgt für ein gelungenes Mittelmeer-Feeling.

Provenza Cotto d'eremo

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31. Januar 2014

Schatten und Tiefe

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Eingetragen von: Erneste Appell

Die Fliesenkollektion Lines von Mosa Murals arbeitet ähnlich wie das gestern vorgestellte Mosaik mit einer Struktur, die über die gewöhnlich glatte und weisse Fläche hinausgeht. Die Fliesen in verschiedenen Weiss-, Grau-, Braun- und Blautönen sind abgestuft und bilden einen assymmetrischen Wandbelag aus Modulen von 15 auf 15, 15 auf 30 oder 30 auf 30 Zentimetern. Das Spiel von Licht und Schatten verleiht der Wand Tiefe, macht sie zur belebten und haptisch erlebbaren Oberfläche.

Mosa Murals Lines

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30. Januar 2014

Objekt der Woche: Mutina Phenomenon

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Eingetragen von: Erneste Appell

«Mein Ziel ist es nicht, die Erscheinung der Natur zu manipulieren, sondern ein Design zu kreieren, das Herz und Phantasie berührt und in tiefer Erinnerung bleibt. Phenomenon integriert kleine Substanz und produziert Tiefe und Weite. Verschiedene Versionen - etwa Honigwaben, Schneekristalle, Eiszapfen  oder Pflanzenzellen erinnern an landschaftliche Szenerien.»

Mit diesen Worten hat der japanische Designer Tokujin Yoshioka schon fast alles über seine Mosaik-Kollektion Phenomenon gesagt, die er für Mutina entworfen hat. Sie besteht aus den Unterkollektionen rock und wind, wobei erstere eher wie gewöhnliches Mosaik ist und letztere eine unregelmässige, lebendige Struktur hat. Beide sind in vier dezenten Farbtönen von hellbeige bis tief dunkelbraun erhältlich.

Mutina Phenomenon (rock and wind mosaics)

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14. Januar 2014

Japanische Muster

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Eingetragen von: Erneste Appell

KOMON bezeichnet eine über 300 Jahre alte Dekorationstechnik Japans. Made a mano ist ein dänischer Keramikhersteller, der handwerklich hält, was der Name verspricht. Trifft beides aufeinander, so kommt eine wunderbare Kollektion heraus. KOMON, KOMON NATURA und KOMON NATURA VICEVERSA heissen die Unterkollektionen mit einem einfachen Rezept: Glatter Lavastein, zwölf dekorative Muster, Grössen zwischen 10x10 und 60x80 Zentimetern und das alles wahlweise weiss, verschiedenfarbig oder nicht glasiert. Japan und Dänemark sind beide in Architektur und Gestaltung weltbekannt – hier finden sie gemeinsam zu minimalistischer Verspieltheit.

Made A Mano - KOMON

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31. Oktober 2013

Wandmalerei mal anders

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Eingetragen von: Erneste Appell

Am deutschen Hersteller GOLEM kommt zur Zeit kaum ein an Keramik interessierter Architekt vorbei. Bauwillige für hochwertige Rekonstruktionen von Jugendstilfliesen oder plastischem Keramikschmuck an Fassaden landen häufig hier. Doch der Hersteller bedient nicht nur nostalgische Liebhaber mit ausgefallenen Wünschen, sondern auch der Gegenwarts(bau)kunst gegenüber Aufgeschlossene - unter anderem mit den Künstlerfliesen. Die 1975 in Wolgast geborene und in Zwickau und Dresden ausgebildete Katharina Seidlitz hat eine dieser kleinen Kollektionen gestaltet, sie besteht aus drei Motiven. FKS 1 schmückt ein florales Motiv, das sich spiegelnd auch über grössere Flächen legen lässt. Dagegen bildet FKS 2 ein in zwei Farbvarianten erhältliches Bild einer alten Bäuerin mit Hunden ab, die einen Mann auf ihrem Schoss tröstet. Hier kann sich der Betrachter selbst eine Geschichte ausdenken. Die drei Fliesen FKS 3 dagegen lassen keine Zweifel: Hier kämpfen zwei Boxer, hängen einander in den Armen und am Ende geht einer zu Boden. Was das im Badezimmer zu suchen hat? Nicht mehr als jedes andere Kunstwerk - und nur der Kunstliebhaber wird letzlich 35 Euro für eine einzelne, allerdings wunderschöne Fliese ausgeben.

GOLEM Künstlerfliesen von Katharina Seidlitz

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25. Oktober 2013

«Der Duft ferner Länder, Farben ...

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Eingetragen von: Erneste Appell

"... die von der Zeit verblichen zu sein scheinen und die an Geschichten aus Tausend und einer Nacht erinnern." So beschreibt der italienische Hersteller Gabianelli seine Fliesenkollektion Cordoba, die in den vier arabisch inspirierten Dekoren smirne, damasco, sciarada und arabesque daherkommt (in dieser Reihenfolge abgebildet). In Schwammtechnik handgearbeitet sind die acht Farbvarianten auf weissem Grund und dabei stets 20 x 20 Zentimeter gross. Fraglos schöne Farben und interessante Muster, doch etwas grösser skaliert hätten sie mehr Ruhe ausgestrahlt - weshalb sich eine zurückhaltende Verwendung von einzelnen Bändern oder allenfalls einer einzigen kompletten Wand anbietet.

Gabbianelli Cordoba

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11. Oktober 2013

Der schönste Milchladen der Welt

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Eingetragen von: Erneste Appell

Für gewöhnlich stellen wir hier käufliche Fliesen vor, für einmal jedoch ein unverkäufliches Gesamtkunstwerk. Die Dresdner Molkerei der Gebrüder Pfunds nennt sich «Schönster Milchladen der Welt» und trägt diesen Titel aufgrund von 247,9 Quadratmetern handbemalter Fliesen hochoffiziell seit 1997 im Guiness Buch der Rekorde. Entstanden ist dieser 1891 an der Bautzner Strasse 79 in Dresden als «Sinnbild für die Lebenslust der Sachsen» und als repräsentativer Hauptbau der Molkerei, die damals bereits auf eine erfolgreiche Unternehmensgeschichte zurückblickte. Als die Rheingoldshainer Gebrüder Paul und Friedrich Pfund nach Dresden kamen, kam die Milch von den umliegenden Dörfern in offenen Wagen und schlecht gekühlt bloss einmal täglich in die Stadt. Rasch bauten die Brüder ein weites Netz von Milchfahrern und -produzenten auf, um die wohlhabende Stadtbevölkerung mit Käseköstlichkeiten aus handwerklich-bäuerlicher Produktion kulinarisch zu verwöhnen. Der Laden selbst diente als Verkaufslokal und eine der ersten «gläsernen Fabriken» überhaupt. Durch das Fenster im Verkaufsraum konnte die Kundschaft beobachten, wie die Kühe gemolken, die Milch zweimal durch feine Tücher geseiht und abgekühlt wurde. Von 150 Litern pro Tag steigerten die umtriebigen Gebrüder den Umsatz auf täglich 60'000 Litern in den 1930ern. Neben Sahne, Butter, Käse, Joghurt, Kefir, Buttermilch und Milchpulver stellten Pfunds alsbald die erste Kondensmilch Deutschlands her und entwickelten Milchseife für empfindliche Haut. Der Betrieb wurde erweitert um ein labor, eine Kartonagenfabrik, die Druckerei für Etiketten in vielen Sprachen, Reklamen und Drucksachen sowie eine Beschlagschmiede für mittlerweile 100 Pferde und Fahrzeuge. Dazu kam eine Tischlerei, eine Zimmerei, eine Wagenbauwerkstatt, eine Betriebs-Schlosserei, eine Klempnerei mit Verzinnerei für Kannen und Krüge sowie eine Lackiererei. Noch heute ist die Molkerei der Gebrüder Pfunds das Herz des Unternehmens und mit den handbemalten Fliesen ein Kleinod der Fliesenkunst und daher auf jeder noch so kurzen Dresdenreise ein nicht zu verpassender Programmpunkt. Und wer weiss, vielleicht kann der Hersteller Villeroy & Boch derartige Einzigartigkeiten auch heute noch gegen das nötige Kleingeld herstellen...

Dresdner Molkerei Gebrüder Pfunds

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1. Oktober 2013

Stein 2.0

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Eingetragen von: Erneste Appell

Mit dem Stone Project legt der italineische Hersteller Ergon Tile nicht bloss eine reguläre Fliesenkollektion vor, sondern ein breites Sortiment von Fliesen, die sich an der Vielgestaltigkeit der Oberfläche und dem Variantenreichtum von Natursteinen inspirieren. Er studierte die Optik der Schnitte und Bearbeitungen im traditionellen Steinabbau und kreiierte hieraus eine Kunststein-Fliesenkollektion, die mittels Doppelchargierung in der Presse und digitaler Full-HD-Grafik funktioniert. Härte und Kompaktheit sind dem Naturstein dabei so ähnlich, dass auch hier mittels Wasserschneidtechnik gearbeitet wird. Neben vier Farben (weiss, grau, schwarz, gold) und Formaten (60x120, 20x120, 60x60, 30x60 Zentimeter) muss man sich also auch zwischen Falda - dem Schnitt senkrecht zur Schichtung, der die Richtung des Steins sichtbar macht - und Controfalda - dem Schnitt parallel zur Schichtung, der die wolkige Struktur des Steins zeigt - entscheiden. Ausserdem gibt es das samitig-haptische Finish Naturale, das dank Läppung tiefenwirksame und glänzende Finish Lappato und das rauhe und somit trittsichere Finish Strutturato. Möge die Qual der Wahl beginnen!

Ergon Stone Project

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