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31. März 2014

Objekt(e) der Woche: Sciroccoh BRICK

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Eingetragen von: Erneste Appell

Grob gesehen könnte man meinen, einem modernen Kunstprojekt gegenüber zu stehen, das in Form von aufgeblasenen Legosteinen vermutlich mindestens die westliche Geistesgeschichte seit dem Spätmittelalter erklärt. Doch trotz offensichtlicher Analogie weit gefehlt: Bei BRICK von Sciroccoh handelt es sich um zwar kunstvoll gestaltete, aber sehr funktionale Heizkörper aus vorgeformtem, kupferummanteltem Stahlblech. Die hervortretenden Zylinder vergrössern die Oberfläche aus thermischen Gründen und dienen keineswegs für bessere Haftung beim Aufeinanderstecken. Und 43 frei kombinierbare RAL-Farben befriedigen Kunden- statt Kinderwünsche von poppig-grell bis zurückhaltend-gedeckt.

Sciroccoh BRICK

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18. März 2014

Inspiration, Unsinn und Schönheit

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Eingetragen von: Erneste Appell

Bei der Armaturenkollektion Titian für Rubinetterie Stella liess sich der Designer Michele De Lucchi von den terrassenartig geschichteten Reisfeldern Asiens inspirieren. Das ist natürlich ein reines Formenspiel, denn weder legt die Funktion des Wasserhahns dies nahe, noch sind die feinen Kanten einfach zu reinigen. Doch Design muss nicht immer sinnvoll und zwingend funktional sein. Manchmal beruht es auf einer sinnlosen Assoziation, einer formalen Analogie und soll nur eines sein: schön.

Rubinetterie Stella > Collections > Titian

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21. Januar 2014

Fake?

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Eingetragen von: Erneste Appell

Gottfried Semper, Erbauer der Dresdner Oper und der vielleicht wichtigste Theoretiker über Architektur und Kunsthandwerk, entwickelte im 19. Jahrhundert seine Stoffwechseltheorie. Diese besagt zwar im Kern auch, dass sich gewisse ältere Formen in neuen Materialien wiederfinden - der Stoff wechselt, die Form bleibt - und dass gewisse formale Urtypen für gleiche Zwecke nahezu unabhängig vom Material selbst sind. Sie besagt aber auch, dass Gegenstände für neue Nutzungen oder in neuen Materialien den alten Stilballast irgendwann abwerfen und zu ihrer wahren Form finden.

Ob der polnische Hersteller Marmorin mit Sempers Stoffwechseltheorie vertraut ist und was sein diesbezüglicher Beitrag sein soll, lässt sich bloss vermuten. Mit Sicherheit aber handelt es sich bei JACOB kaum um einen Urtypus des Behälters oder eine Übernahme einzelner Stileelemente vom metallbeschlagenen Holzbottich zum Waschbecken aus Mineralwerkstoff - sondern vielmehr um eine simple Analogie, eine Art Abguss des Bekannten. Das ist lustig und mag manchem gefallen, wie Semper in die Geschichte eingehen, wird damit allerdings JACOB kaum.

Marmorin JACOB

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12. Dezember 2013

Vom Stuhl zum Waschtisch

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Eingetragen von: Erneste Appell

Das Referenzielle in der Arbeit des Berliners Michael Hilgers vom Designstudio !idee, ist offensichtlich. Die leicht konischen Beine aus gedrechselter Eiche in Verbindung mit den dünnne Metallstäben, die der Komposition Stabilität verleihen, ahmen jene berühmten Plastikschalenstühle nach, die Ray und Charles Eames entwarfen und die noch heute von Vitra produziert werden. Nicht zufällig heisst das gute Stück, das er für ex.t entworfen hat, denn auch Ray washstand und wirkt eher wie ein Möbel, als wie ein herkömmlicher Waschtisch. Dennoch funktioniert er als solcher gut und die Metallstreben lassen sich sinnvoll als Handtuchhalter verwenden.

Viele Designer sprechen über Innovation und den Wert des Neuen. Was dabei rauskommt ist häufig beliebig, unpraktisch oder gar beides. Andere Designer wiederum lassen sich an der reichen Geschichte der Industriegestaltung inspirieren, sprechen aber ungern über ihre Vorbilder. Anders Michael Hilgers, der beim Ray washstand offen zu seiner Inspirationsquelle steht und weiss: Gut kopiert ist halb gewonnen!

ex.t Ray washstand

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29. November 2013

Ferne Wohnlichkeit

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Eingetragen von: Erneste Appell

Modernes Sanitärdesign propagiert häufig das Badezimmer als erweitertes Wohnzimmer, als Teil eines heimischen Gefühls. Der Hersteller Coleccion Alexandra dreht diese Strategie und nimmt das Bild der Reise - genauer: des Reisekoffers - als gestalterischen Ausgangspunkt. Ob in schwarzweiss oder in verschiedenen Brauntönen, der Besitzer soll sich in der Kollektion von Waschtischen und Schränken mit dazugehörigem Porzellan stets auf abenteuerlicher Reise fühlen - und zugleich daheim.

Coleccion Alexandra BATH COLLECTION

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28. November 2013

Objekt der Woche: COTTO Himmapan

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Eingetragen von: Erneste Appell

Wie gestern dargelegt, werden Ornamente im zeitgenössischen Design häufig unreflektiert verwendet. Die heisst natürlich weder, dass sich kein Designer ernsthaft mit Musterbildung und ihrem kulturellen Hintergrund beschäftigen würde, noch heisst dies, dass Referenzen in die Vergangenheit nicht stattfänden. Dies kann verschiedentlich passieren und interessant sind oftmals entfernte Kulturen, die wesentlich bildhafter denken als unsere amerikanisiert-westliche - Thailand zum Beispiel: Beim Hersteller COTTO dient denn auch nicht ein Wasserfall, ein Fels oder eine Welle als Inspiration für einen Wasserhahn, sondern vogelähnliche Kreaturen aus Himmapan, einem vorzeitlichen Wald der Hindu-Mythologie. Die verschiedenen Stücke sind aus Zink, Blei, Cadium und Kupfer und ihre Patina repräsentiert «die Urtümlichkeit der menschlichen Seele». Dergestalt verbinden sie alten, südostasiatischen Glauben mit modernem Handwerk. Einen Wasserhahn (oder einen dreiteiligen Duschkopf) so zu gestalten mag sinnlos sein, doch die Geschichte dahinter ist ebenso schön wie der Wasserhahn selbst - der übrigens auch ohne Savovski-Kristalle (wie im mittleren Bild gezeigt) erhältlich ist.

COTTO > Series > Himmapan

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23. November 2013

Eine Welle, zwei Wellen, drei Wellen ...

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Eingetragen von: Erneste Appell

... und dann? Noch mehr Wellen! In der Tat herrscht Hochkonjuntur bei organischen Objekten, die von Wellen, Wasserfällen und Dünen inspiriert sind. Der italienische Hersteller Il Bagno Bandini liefert hier seinen Beitrag, gewohnt in schwarz oder weiss, doch eine Sache ist anders: Im Gegensatz zu komplett freien Formen, ist OCEAN ein organisches Waschbecken in einer kubischen Form. Diese lässt sich an sowohl an der kurzen als auch an der langen Seite spiegeln, sodass sich aus einzelnen Wellen ein wahres Meer zusammenfügen liesse. Schon als Reihe wirkt dies attraktiv, doch in zwei Dimensionen gestaffelt und aus der Decke mit Wasser versorgt, ist OCEAN ein wahrer Hingucker!

Il Bagno Bandini OCEAN

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21. November 2013

Objekt der Woche: SplinterWorks Vessel

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Eingetragen von: Erneste Appell

«Formal zwischen zwei Symbolen der Entspannung - einer Hängematte und einer Badewanne - ist Vessel der ultimative Helfer für die Weltenflucht». Zugegeben, das klingt etwas seltsam, doch die Worte des britischen Herstellers SplinterWorks über die Badewanne Vessel erklären viel. In der Tat ist das gute Stück von der Hängematte inspiriert, wird aber im Gegensatz zu dieser nicht mit Seilen zwischen Bäume gespannt, sondern fest an zwei seitliche Wände geschraubt. Schliesslich ist diese Hängematte nur beschränkt mobil und sollte sinnvollerweise mit Wasser versorgt werden. Der Hersteller schlägt hierfür einen Standwasserhahn vom Boden aus vor, jedoch wären andere Konfigurationen denkbar. Auch die Idee eines offenen Wasserabflusses im Boden ist zwar optional - doch würde jede Festinstalltion den Grundgedanken der schwebenden «Badematte» unterlaufen.

Viel Platz ist nötig, ein 2.5-2.9 Meter breites Zimmer um genau zu sein. Denkbar schlecht geeignet ist Vessel also für all jene, die ihre Räume nicht um ihre Badewanne planen können. Doch vermögend sollte man ohnehin sein, denn diese Badewanne ist (noch) kein Serienprodukt und besteht aus einem aufgeschäumten Kern, den eine dünne Karbonschicht ummantelt. Das ist nicht nur leicht und ermöglicht einen aussergewöhnlich schlanken Querschnitt - was der Grundidee der Hängematte für das Badezimmer entspricht - sondern hält das Wasser auch länger warm als gewöhnliche Badewannen. Kurz: eine formale Spielerei, ein absolutes Hightech-Produkt und neben typischem Karbon-schwarz auch in rot, blau, gelb, pink, bronze und silber zu haben.

SplinterWorks Vessel

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4. November 2013

La Le Lu, der Mond ist aufgegangen

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Eingetragen von: Erneste Appell

Als Trabant der Erde ist der Mond der einzige Himmelskörper, der nicht als blosser Lichtpunkt zu erkennen ist. Jeden Monat durchläuft er den Kreislauf von der kreisrunden Scheibe zur flachen Sichel. Kein Wunder also, benennen die Designer von Graff Faucets ihre Kollektion aus sichelförmig geschwungenen Armaturen LUNA. Die zwei Stücke können dabei wie abgebildet ein schön einander gegenüberstehendes Paar bilden. Dabei ist der Wasserhahn für Waschbecken schlanker, simpler und hat seinen Wasserauslass unten, während das kräftigere Duschelement beim oberen Wasserauslass abgeknickt ist.

 

Graff LUNA

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11. Oktober 2013

Hölzerne Metapher im Badezimmer

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Eingetragen von: Erneste Appell

Die Armaturenkollektion SUITE von FANTINI ist technisch hochwertig, aus poliertem Chromstahl gefertigt und fügt sich in nahezu jedes erdenkliche, modern gestaltete Badezimmer. Dennoch sind die Wasserhähne etwas anders als gewohnt und dies liegt am Bild eines Astes mit Verzweigungen, das den Designern Benedini Associati als Inspiration diente. Das Knorrige und Naturwüchsige haben diese ihrem Bild genommen und elegant verschliffene, dynamisch bewegte Formen geschaffen, bei denen die leicht schräg sitzenden Steuerungen eine angenehme Spannung erzeugen. Schlicht und einfach, dennoch eigenartig und einzigartig  - so funktioniert Design!

FANTINI SUITE

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