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10. Mai 2013

Craftmanship Modern ..

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Eingetragen von: Erneste Appell

.. nennen BessamFellows ihren Ansatz, hochwertige Materialien handwerklich zu verarbeiten und dem puristischen Design der klassischen Moderne zu huldigen, ohne retro zu sein. Holz, Messing und Leder sind dabei die meistverwendeten Grundmaterialien, ölen, bürsten und oxidieren die bevorzugten Oberflächenbehandlungen. Die Designschmiede, die aus einem australischen Architekten (Bassam) und einem Creative Director aus der Modewelt (Fellows) besteht, gelangt so zu einfachen und schönen Objekten, die Material- und Konstruktionswahrheit gross schreiben und den sinnlichen Komponenten einen grossen Stellenwert einräumen.

Für das Badezimmer hat die mittlerweile 10jährige Firma bloss eine Kollektion geschaffen, die als Zubehör auch auf dem Schreibtisch verwendet werden kann. Die CARVED DESK AND BATH ACCESSORIES SERIES besteht dabei aus zwei Unterkollektionen namens sharp und soft. Bei ersterer diente die axonometrische Ansicht einer einfachen Box als Ausgangspunkt. In typischer Militärperspektive mit 30- und 60-Grad-Winkeln, wurden hier drei verschiedene Kisten kreiert - eine kleine, eine lange und eine hohe, die jeweils aus einem massiven Holzblock gefräst sind. Die abgerundeten Ecken schmeicheln dem Auge und der Hand gleichermassen und dünne Deckel sorgen dafür, dass der alltägliche Zubehör nicht immer sichtbar ist. All dies ist bei der soft series gleich, bloss ist die Box hier eine gewöhnliche Box mit 90-Grad-Winkeln.

Ferner im Badezimmer verwendbar ist der STACKING TRAY. Die Stapelbarkeit des Tabletts ist hierbei vielleicht weniger nützlich im Badezimmer, doch als einzelnes Stück könnten hier gerade im Hotel- oder Gastro-Gewerbe die eingerollten Handtücher für den geschätzten Gast zu liegen kommen und die ACESSORIES stimmig ergänzen. 

BessamFellows > Stacking Tray / Accessories

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5. März 2013

Objekt der Woche: TOSCOQUATTRO Sixty

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Eingetragen von: Erneste Appell

"Egal ob sie Objekte, Häuser, Räume oder Atmosphären entwerfen, ihr Ansatz bleibt stets gleich: Fundamental sind sorgfältig ausgewählte Materialien, Augenmerk auf Details - und auf das Licht, das definierende Element der Projekte. Durch subtile Alchemie von Form und Materie vermitteln ihre Projekte Senesationen, Gleichgewicht zwischen Qualität des Materials und formaler Reinheit: Rafinesse im Detail und chromatische Nüchternheit führen vereint zu einem harmonischen Stil, der Mode überlebt und der Zeit trotzt.»

Mit diesen Worten beschreibt der Hersteller TOSCOQUATTRO die zwei Florentiner Architektinnen Annunziata Forte und Cristina Di Marzio, die den Waschtisch Sixty entworfen haben. Doch wie zeitlos, sensationell und clever im Detail ist das gute Stück? Fraglos fällt die Grundidee auf, ein quadratischer Rahmen, der nach oben hin ein schlankes Waschbecken beinhaltet. Die gleichbleibende Breite auf den Seiten und nach unten hin wirkt demgegenüber etwas schematisch und dürfte mehr Luft als Abflusstechnik beinhalten und es fragt sich, ob hier nicht zusätzliche Funktionen hätten untergebracht werden können.

Der Name Sixty spielt mit den 1960ern, einer Periode des Designs, in der alles aus Plastik, rund, bunt und glänzend war. Es war die Zeit der Mondlandung, der Emanzipation und des ungebändigten Wachstums. Die Ecken des Sixty sind in typischer Sixties-Manier abgerundet, die Farben sind jedoch klar zurückhaltender und auch scheint die Form eher einem typisch zeitgenössischen Minimalismus zu huldigen als den wilden Sechzigern. Auch bezüglich der Materialität ist das Waschbecken zurückhaltend und kombiniert weissen Mineralwerkstoff mit Chromstahl - beides omnipräsente Materialien in heutigen Badezimmern. Die Metallteile selbst sind allerdings äusserst speziell: Die dünne Blechablage in der Mitte des Waschtischs macht das grosse Loch als Regal nutzbar und gibt dem ansonsten völlig symmetrischen Objekt kompositorische Spannung. Es ist gleichsam ein dünnes, hartes Echo der Gesamtform. Eine weitere Metallplatte hält mitten im Waschbecken einen Seifenspender und ein Glas - ein kreatives Novum, dank welchem zumindest die wichtigsten der typischerweise auf einem Waschbecken abgestellten Gegenstände im Becken selbst «versteckt» werden.

Der Sixty ist ein Waschtisch, der Waschbecken, Ablage, Seifenspender und Glas in einer schlüssigen Formensprache vereint. Er ist fraglos ein Hingucker, doch vielleicht etwas gar formal und ein wenig mutlos entworfen. Er hätte in der Form und der Materialität durchaus dynamischer und neuartiger sein können, dennoch: ein schönes Stück.

 

 

TOSCOQUATTRO Sixty

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20. Februar 2013

The Sixties are back.. are they?

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Eingetragen von: Erneste Appell

Mit den abgerundeten Ecken und den knalligen Farben ist die Kollektion Style von Svedbergs eine klare Remineszenz an die 1960er-Jahre. Dazu passt auch der Modularitätsgedanke, der natürlich im Sinne von Flexibilität und individueller Vermarktbarkeit nichts an Aktualität eingebüsst hat - und so kann man bei den Waschtischen, Schränken und Ablagen jeweils zwischen weiss und schwarz für das Gehäuse wählen. Die Füllung ist dann nicht bloss weiss oder schwarz, sondern zudem in Eiche oder Birke erhältlich sowie als farbige und gelochte Metallbleche. Das Design ist einfach und trotzdem auffällig und wenn so die Rückkehr der Sechziger aussieht: Welcome back!

Svedbergs Style

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30. November 2012

Fliessende Formen

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Eingetragen von: Erneste Appell

Etwas seltsam präsentiert der italienische Produzent newform seine WC- und Bidetkreation namens FLUIDA, denn wer würde sich seine Toilette mitten ins Wohnzimmer vor einen Teppich montieren und dann die gut sortierte Heimbibliothek direkt an der Seite anordnen? Niemand. Und auch wenn wir über die «gute Form» als gelungenen Mittelweg nachdenken zwischen Kubus und Kugel (siehe Beitrag von vorgestern), muss man dem Entwurf gewisse Mängel attestieren. Etwas gar lieblich isnd die Rundungen, gar windkanalgelutscht die Kanten. Unaufdringlich? Sicherlich. Gefällig? Vielleicht. Belanglos? Vermutlich.

newform FLUIDA

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18. Oktober 2012

Der einfache Weg

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Eingetragen von: Erneste Appell

Ein Waschtisch ist eine Designaufgabe wie viele andere: Schon zahllose Male gelöst, besser und schlechter, und die Anforerungen bleiben dabei immer gleich. Man braucht einen Wasseranschluss, einen Platz für den Wasserhahn und die Mischer, Ablageflächen, Handtuchhalter und ein Becken. Designer haben einem derart «langweiligen» Anforderungsprofil meist das Bedürfnis, dieses nun auf «spannende» Art und Weise zu lösen. Wieso eigentlich? Reicht es nicht einfach, dass die Sache ansehnlich ist und funktioniert? Muss ein Waschbecken wirklich zum skulpturalen Objekt werden, nach Aufmerksamkeit schreien und muss der gestalterische Mut des Designers wirklich die moderne Gesinnung des Benutzers verkünden? 

Eigentlich nicht und ein Waschtisch ist ein Waschtisch ist ein Waschtisch - sagen sich zumidnest die Designer von HEWI, deren Waschtischkollektion denkbar einfach funktioniert. Eine flache Fläche mit Ablagen und integrierten Schlitzen für das Aufhängen von Handtüchern, ein Becken, dass sich klar abzeichnet - und eine konsistente Formensprache von klaren Linien und abgerundeten Ecken tut ihr Übriges. Ein passender Spiegel, eine Ausführung in porenfreier, alpinweisser Oberfläche und schon winken: der iF product desing award 2011, der universal design award 2011, und Nominierungen für den German Design Award 2012 und den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2012. So einfach geht das.

HEWI Waschtische

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15. Oktober 2012

Organisch und Starck

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Eingetragen von: Erneste Appell

Laut Hersteller Axor kann die Kollektion Organic aus der Feder von Stardesigner Philippe Starck so ziemlich alles: Sie fügt sich ein «in unterschiedlichste Stilwelten», bietet ein «sinnliches Wassererlebnis bei geringem Verbrauch», verbindet «funktionale und ökologische Werte» und spricht daher «gleichermassen Herz und Verstand» an.

Soweit der Pressetext und dass Philipp Starck ein fähiger Gestalter ist, steht ausser Frage. Doch wie innovativ ist diese Kollektion wirklich? Eine organische Formensprache, abgerundete Ecken, fühlergleich sich in verschieden Richtungen streckende Teile - haben wir das nicht alles schon gesehen? Haben wir. Visionär ist die Kollektion als keinesfalls, hier wird das Badezimmer nicht neu gedacht. Aber hübsche Armaturen für jene, die weiche Formen mögen, sind es allemal.

Axor Starck Organic

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14. August 2012

Objekt(e) der Woche: Dansani CURVO

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Eingetragen von: Erneste Appell

 «Weniger Ecken, mehr Attitüde!» - unter dieses Motto stellen die zwei jungen Designerinnen Mette Mosegaard und Jeanette Vecht von Vecht&Kjær aus Kopenhagen die Kollektion CURVO, die sie für Dansani entworfen haben. Deren «ästhetische und sinnliche Schlichtheit» soll «zu innerer Ruhe auffordern» und in einer Mischung aus straffen, geraden Linien und weichen, runden Ecken einen eleganten und hochfunktionalen Hintergrund für den privatesten Raum der Wohnung bieten. Die Objekte sind mit verschiedenfarbigem Gummilack überzogen (hier abgebildet: graphitgrau und weiss) und vereinen Spiegel, Stauraum und Licht zu einer stimmungsvollen Komposition. Letztlich sind es jedoch kleine Details wie die versetzbaren Zahnputzbecher mit Aluminiumhalterung, flexible Ablageflächen und eine rutschfeste Gummimatte am Boden der Schublade, die CURVO anderen Produkten überlegen machen - denn kubische Körper mit abgerundete Ecken, gibt es mittlerweile doch wirklich einige.

Denkbar einfach ist der Waschtisch in seinem Aufbau. Er besteht aus einem Gerüst, einer Schublade und der Waschtischoberfläche. Der Unterbau des Waschtischs ist also selbst die Schublade, die sich komplett unter dem Waschtisch hervorschiebt. Dieses Spiel mit dem Gewicht setzt sich in den wandhängig schwebenden Schränken fort, die aufgeklappt als Ganzkörperspiegel dienen. Das ist alles sehr durchdacht und die beiden Jungdesignerinnen haben dafür auch eine Erklärung: «Wir sind dänische Designer, und natürlich blicken wir auch in die Welt hinaus und suchen überall nach Anregung. Aber Curvo ist Kraft seiner schlichten und reinen Formsprache und Qualität in jedem Detail dennoch Ausdruck der nordischen Designtradition. Mit Curvo haben wir die stolze dänische und nordische Designtradition in Form einer ganz neuen, modernen und zeitlosen Badezimmerserie weiterentwickelt und erneuert.» - Nun gut, das mag etwas übertrieben sein, man möchte sich ja schliesslich vermarkten. Gelungen ist die Kollektion trotzdem, nicht mehr und nicht weniger.

Dansani CURVO

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6. April 2012

Objekte der Woche: Style von Svedberg

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Eingetragen von: Erneste Appell

Jede Zeit hat ihren eigenen Stil. Das gilt nicht nur für das griechische Altertum, die germanische Gotik oder die italienische Renaissance sondern auch für die Goldenen 1920er oder die 1960er. Gerade letzteres Jahrzehnt zeichnet sich durch eine eigene Sprache aus, einen starken Gestaltungswillen, der befeuert von der ersten Mondlandung und zahllosen technischen Neuerungen einem seit den Weltkriegen ungekannten Zukunftsglauben huldigt und als Space-Age- und Pop-Art-Design den Grundstein für die heutigen Freiformen legte. 

Der schwedische Sanitärdesign-Hersteller Svedberg hat die Formen der 1960er mit der minimalistischen Brille der Gegenwart betrachtet und die Kollektion Style kreiiert, die von den abgerundeten Ecken dieses Jahrzehnts inspiriert ist und die kubische Box der 1990er und 2000er Jahre damit verschmilzt. Die Kollektion ist eigenwillig, elegant, schlicht und bietet eine Auswahl aus Produkten, die aus gegossenem Kunststein (Marmor) bestehen und in weissem, schwarzem und Teakholz-Finish erhältlich sind.

Svedberg Style

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22. März 2012

Oh!

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Eingetragen von: Erneste Appell

 

Mit dem Ausruf des Erstaunens 'Oh' benennt der Designer Simone Micheli seine für SIMAS entworfene Kollektion von Sanitärobjekten, die er darüber hinaus als 'demokratisch, intelligent und ergonomisch' bezeichnet - was auch immer das bedeuten mag. Doch in der Tat löst diese leichtes Erstaunen aus, erinnert doch vor allem die bodenständige Toilette in geschlossenem Zustand vielmehr an eine Box zum Verstauen von Gegenständen als an ein herkömmliches WC. In exakt gleichem Format erscheinen WC und Bidet als abstrahierte Kuben mit abgerundeten Ecken, die im leicht stehenden Format der bodenständigen Variante stärker in sich ruhen und zu überzeugen vermögen als in der wandhängigen Variante.

 

SIMAS Oh!

Bewertung: 3.1 von 16 Benutzern

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14. Februar 2012

Saphyr

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Eingetragen von: Erneste Appell

 

Ein Saphir ist bekanntlich ein blauer, sündhaft teurer Edelstein. Die Saphyr benannte Badewanne aus dem französischen Hause Produits Neptune ist nun weder unbezahlbar, noch kristallin geformt. Jedoch könnte man sagen, dass die kubische Grundform, von der hier offensichtlich ausgegangen wurde, durch die weiche Kurvigkeit an den Ecken angereichert wird - die Form wurde durch Schleifung aufgewertet. Übrigens: Auch in blau gibt es diesen Saphyr fürs Badezimmer nicht. Dafür in einer ganzen Reihe interessant benannter Farbtöne - weiss, 'knochen-' und biscuitfarbig, sterlingsilbern, 'unschuldiges erröten', mexikanisch sandig, eisgrau und schwarz. 

Produits Neptune SAPHYR

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