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10. Januar 2010

Fake deluxe

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Eingetragen von: Erneste Appell

Lust auf eine Sichtbetonwand mit Ankerpunkten im Badezimmer? Oder darf der Eingang zur Backsteinwand mit Gewölbebogen werden? Kleine Wohnträume sind oft schwierig zu finanzieren und auch wenn hierbei die materielle Ehrlichkeit verloren geht, so sind Paneele von TotalStone doch eine günstige und einfache Alternative zum grossen Umbau. Einfach montiert, bringen sie schnell ein anderes Ambiente - egal ob ins Badezimmer oder in andere Räume.

Le Corbusier würde sich hierbei wohl im Grabe umdrehen, doch was bei mexikanischen Restaurants seit Jahrzehnten zum Standard gehört, ist nun verbessert worden und für den Haushalt erhältlich. Und die Palette von Strukturen und Oberflächen der Serien TotalStone, TotalDesign und TotalWood ist wirklich gigantisch...

 

TotalStone

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8. Oktober 2009

myToilettendeckel

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Eingetragen von: Erneste Appell

In Zeiten, in denen ein jeder seinen eigenen Desktop-Hintergrund hat, eine individuelles iPhone-Täschchen oder eine eigene Google-Benutzeroberfläche, verwundert es - zumindest wenn man erst einmal darüber nachdenkt - dass wir nach wie vor unsere Toilettendeckel teilen. Und das nicht nur mit der Familie, sondern auch im Büro. Dies birgt natürlich gewisse hygienische Risiken und so entschloss sich der tschechische Designer Jan Ctvrtnik das Problem aus der Welt zu schaffen.

Seine Lösung heisst Toilet Pages und basiert auf der einfachen Idee, ausgesprochen dünne Toilettenringe gleich einem Ordnersystem übereinander zu stapeln und so kann ein jeder Benutzer seinen Ring nach seinen eigenen Bedürfnissen behandeln. In Anbetracht der Lage, dass "Fremdgehen" hinter geschlossener Toilettentüre kaum verhindert werden kann und die Hinterbliebenschaft des obersten Ferkels auf die unteren Ringe laufen dürfte, scheint die Idee doch eher komisch als wirklich erfolgsversprechend. Nichtsdestotrotz ist sie kreativ und verdient gerade darum Beachtung. Oder einen Preis bei Chindogu...

Jan Ctvrtnik

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11. März 2009

Badgeflüster in Frankfurt

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Eingetragen von: Erneste Appell

Gestern morgen um 10 Uhr wurde unter grossem Applaus die 50. ISH eröffnet, die Weltleitmesse Erlebniswelt Bad - Gebäude-, Energie-, Klimatechnik - Erneuerbare Energien und die nächsten Tage präsentiert sich hier alles, was weltweit von Rang und Namen ist im Bereich von Sanitär- und Gebäudetechnik. Fast 2400 Aussteller auf 250'000 Quadratmetern, jede Menge Neuheiten und ein umfassendes Rahmenprogramm fokussierend auf die lebensnotwendigen und beschränkten Ressourcen Wasser und Energie machen die Messe, die sich einst schlicht Interklo nannte, zu einer spannenden Schnittstelle verschiedener Branchen.

Einen Tag haben wir die Messe besucht und neben vielen toll designten Stücken auch die ein oder andere technologische Innovation entdeckt. Offenbar griffen die Fachverbände, welche an der Messe extrem präsente Nachhaltigkeitskampagnen lanciert hatten, Themen auf, welche in der Branche längst wichtige Schlagwörter geworden sind. Man hat offenbar begriffen, dass sich Ökologie und Design nicht ausschliessen müssen und der Green Market Bonus, welcher etwa im Bereich von Kosmetika ein nicht mehr von der Hand zu weisendes Kriterium beim Kaufsentscheid darstellt, zunehmend auch im Badezimmer ein Faktor wird.

Kurzum: In den nächsten Tagen und Wochen ist an dieser Stelle mit vielen spannenden Beiträgen zu rechnen, von kleinen Firmen mit ausgefallenen Produkten, welche wir entdeckten und vorstellen möchten bis hin zu den Innovationen der Branchenleader und designprämierten Neuheiten. Viel Spass!

... und wer sich jetzt schon interessiert und gerne selbst stöbern möchte: Am Samstag ist die Messe auch für Privatpersonen geöffnet.

 

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11. Januar 2009

JOOP! fliest für Steuler

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Eingetragen von: Erneste Appell

Wer heute schöpferisch tätig ist und etwas auf sich hält resp. möchte, dass etwas auf einen gehalten wird, der überschreitet berufliche Grenzen. Architekten entwerfen Stoffe und Modekollektionen, Modedesigner Autogriffe und Landschaften. Dass sich JOOP nun im Sanitärdesign versucht, erstaunt also beileibe nicht. Und selbstverständlich wird hier nicht einfach mit einer Firma zusammengearbeitet, nein, Joop plant Keramikobjekte und Möbel für Keramag, Duschen und Wannen für Koralle, Armaturen und Accessoires für Kludi und - der Fokus dieses Eintrags - Fliesen für Steuler.

Das Format ist eher gewöhnlich (40x70 cm), das Design opulent und ornamental, wie dies seit ein paar Jahren en vogue ist und die Farben sind klassisch und elegant. Kurz: Kein meisterlicher Wurf aber solides Design mit grossem Namen.

JOOP! tiles by Steuler Fliesen

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3. Januar 2009

Schwarze Toilette

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Eingetragen von: Erneste Appell

LeCorbusier nannte Architektur einst "das Spiel der weissen Kuben im Licht" und propagierte weiss als Farbe von Klarheit und Hygiene für das gesunde Wohnen der Moderne. Und in der Tat, bis heute dominiert in den Badezimmern unserer Gesellschaft das Weisse. Ohne die Schönheit weisser Dinge schmälern zu wollen, werde ich doch nicht müde, zu zeigen, dass auch schwarze Objekte all jene Eigenschaften verkörpern können, welchen das moderne Badezimmer bedarf.

Nach Badewanne, Waschbecken und Wandbelag folgt nun die schwarze Toilette aus der Serie Le Pietre der italienischen Ceramica Globo. Als Wandmodell aus Ardesia gefertigt vermittelt sie eine ruhige Atmosphäre, wirkt elegant und dank gekonnter Formgebung zeitlos und doch leicht extravagant. Um zusätzliche Schwere und Dauerhaftigkeit zu vermitteln wäre ein Standmodell denkbar, es ist abzuwarten, was das Globo-Designteam diesbezüglich denkt...

Ceramica GLOBO

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2. Januar 2009

Chic und warm

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Eingetragen von: Erneste Appell

Das Thema der Heizung im Badezimmer ist latent. Wer eine Bodenheizung hat, ist von der Last befreit, für alle anderen gilt es jedoch, einen Heizkörper zu finden, welcher das Bad ästhetisch nicht zerstört und wenn möglich sogar eine neue Designqualität mitbringt. Ein überzeugendes Beispiel ist der hier abgebildete Credo-Half-Heizkörper von Kermi:

Spannungsvoll assymmetrisch präsentiert sich der Credo-Half und überzeugt durch den Gegensatz von stabiler Verblendung und filigranen Querrohren. Praktischerweise können Handtücher so zum Trocknen einfach von der Seite eingeschoben werden.

Ein kleiner Tip:Wem der Credo-Half zu statisch wirkt, könnten die schwungvolleren Modelle (Jive und Icaro) gefallen...

Kermi GmbH

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30. August 2008

Schöner Duschen

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Eingetragen von: Erneste Appell

Wie wir vor zwei Tagen herausgefunden haben, weigern sich ganze 13 Prozent der Bevölkerung, Duschgel zu benutzen. Am Preis kann es kaum liegen, aber am Design. Und wahrlich scheint das stilvolle Industriedesign die Shampooflasche noch nicht entdeckt zu haben – knallige Farben, große und goldene Lettern sowie Deckel, die an Mickey-Mouse-Ohren erinnern, dominieren den Markt. Dass es auch anders geht beweisen Lavernia Cienfuegos y Asociados (die spanischen Designer des Objekts der Woche vom 13. August) mit ihrem Design für die Körperpflege-Serie 9.60 von RNB Laboratories.

Leicht geschwungen und klassisch-elegant in schwarz und weiß, dazu mit dezenter Beschriftung und vertieftem Logo versehen, geben die Produkte von 9.60 ein nützliches Accessoire ab, welches sich im sorgsam geplanten Badezimmer behutsam eingliedert und keinen garstigen Farbklecks inmitten einer Idylle aus Keramik, Glas und Textilien darstellt.

Einziger Nachteil: Die schönen Fläschchen werden lediglich in den Supermärkten Spaniens angeboten. Ein Geschenktipp für reiseschwache, designaffine Mitmenschen also.

Lavernia, Cienfuegos y Asociados

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26. August 2008

Objekt der Woche: Keuco Edition 300

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Eingetragen von: Erneste Appell

Das Leben ist dual, schwarz und weiss, eins und null, reich und arm. Und egal was man tut, meist muss man sich entscheiden. In Architektur und Design werden oftmals nahezu fanatistische Positionen bezogen. Aufgrund vermeintlich objektiver Prämissen wird der rechte Winkel zur einzig wahren Wahrheit erklärt oder mit ebensolcher Entschiedenheit als naturfremdes Kulturprodukt verworfen.

Dass es nicht immer rund oder eckig sein muss, sondern auch rund und eckig sein kann zeigen Keuco in ihrer Design-Linie Edition 300. In einer schlichten Formensprache wurden hier Accessoires, Armaturen und Möbel entworfen, welche durch eine klare Linie und Materialität zu gefallen vermögen. Besonders gelungen: Toilettenpapierhalter, Toilettenbürstengarnitur und Einhebel Waschtischmischer.

Wir sagen: Mehr sowohl-als-auch für eine (Design-)Welt mit Nuancen.

Keuco 

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19. August 2008

Objekt der Woche: „Less is more“

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Eingetragen von: Erneste Appell

Dieses vielleicht essentiellste Credo der modernen Formfindung überhaupt wird in Zeiten von vogelnestförmigen Stadien aus schier unvorstellbaren Stahlmassen und organischen bis polygonalen Spielereien à la Zaha Hadid zunehmend fragwürdig und in der Tat: bereits 1966 wurde die vom Modernisten Mies van der Rohe aufgestellte Scheinwahrheit vom amerikanischen Architekturtheoretiker Robert Venture effektvoll opponiert. „Less is a bore“ lautete dessen Entgegenstellung und tadelte die zunehmend sinnentleerte Einfachheit der ausgehenden Moderne.

Ökonomisch-funktionale Aspekte ausgeklammert, reduziert sich diese ewig währende Frage des Industriedesigns auf den Geschmack. Und so wie es jedem frei steht, El Lissitzky und Rubens gleichsam zu bewundern, so mag ich als bekennender Fan von alten Messingbadewannen mit Füßchen trotzdem ein Objekt aus dem „Less is more“-Lager zum Objekt der Woche küren, genauer gesagt zur Serie der Woche: Die S600 von Koralle kommt in äußerst schlankem, silbernem Gewand daher und verzichtet – und hierin liegt ihre Besonderheit – auf jeglichen Bodenaufbau. Lediglich ein praktisch unsichtbares Profil am Boden verhindert kleinere Überschwemmungen.

Fazit: Das schwebend anmutende Konzept des deutschen Herstellers überzeugt durch eine klare Linie und den Mut zur Reduktion. Dazu kommen der Bonus der Behindertentauglichkeit und die hinter dem Ganzen steckende Idee einer größeren Einheit von Wohn- und Badezimmer. So lebt man heute!

 Koralle

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