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26. August 2010

Tradition in Gold

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Eingetragen von: Erneste Appell

Seit der Industrialisierung gilt die Maschine als effizienter Heilsbringer ebenso wie als potentiell Böses und es bleibt die Frage, wer wessen Sklave ist. Mittlerweile ist die Technik weit fortgeschritten und es gibt nicht bloss Maschinen sondern komplexe Informationstechnologien und vielerlei mehr - aber noch immer ist das Unbehagen in Anbetracht der rasenden Entwicklung präsent. So ist die Beliebtheit von Loftwohnraum zu erklären - und gäbe es günstige, stadtnahe Schlösser, so wäre dies wohl kaum anders.

Das Interesse für die Vergangenheit, teils gar für das Archaische - verbunden mit einer meist beträchtlichen Idealisierung - ist natürlich auch mit Ausbau, Möbeln und Alltagsgegenständen verbunden und so war in den letzten Jahren eine Vielzahl von Armaturen im historisierenden Stilkleid zu entdecken. Die entsprechenden Badewannen sind auch längst marktreif und während viele Hersteller auf eine Neuinterpretation in modernen Materialien setzen, gibt sich die Delphi von Jörger ganz der edlen Tradition hin und überzeugt mit weisser Keramik und vergoldeten Löwentatzen.

Jörger > Produkte > Badewanne

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25. August 2010

Fliessende Formen in Stahlemail

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Eingetragen von: Erneste Appell

Gestern haben wir an dieser Stelle eine Stahlemail-Badewanne vorgestellt (siehte hier) und dass dieses Material nicht nur klaren Formen dienlich ist, wird heute durch den bodenstehenden Waschtisch von Kanera bewiesen. Besonders interessant ist die organische, einer fliessenden Wasserfläche gleichende Beckenform auf der kubischen Gesamtform - eine spannende Verbindung von Naturästhetik und menschlichem Ordnungswillen in einem Objekt. Dies verbunden mit den Vorzügen des Materials Stahlemails: 10 Punkte.

Kanera 1 X / ÜL / F

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21. August 2010

Objekt der Woche: Seelisch rein

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Eingetragen von: Erneste Appell

In unserer globalisierten Welt wird man sich hin und wieder bei weiten Auslandsreisen bewusst, dass auch die Sanitärkultur äusserst vielseitig ist. Ein treffendes Beispiel hierfür ist, wenn man vor einer fremdartigen Toilette steht und sich fragt, wie hier zu vorzugehen sei. Doch während die Bedürfnisse der Toilette recht ähnlich gelöst wurden, offenbaren sich in den Badekulturen der Römer, Araber oder Asiaten verschiedenartige kulturelle Haltungen.

Die japanische Badekultur etwa kennt die öffentlichen Bäder (vor allem die vulkanischen Badequellen, die Onsen) ähnlich wie die Römer als soziale Orte. Und während in Europa im privaten Badezimmer der Gedanke nach Reinigung dominiert, glaubt der Japaner auch an die Reinigung der Seele durch völlige Entspannung und benutzt in seinem 'ofuro' darum bis zu 47° heisses Badewasser.

Ob der ungeübte Europäer dabei wirkliche Entspannung findet oder schon ins Koma fällt ist sicherlich individuell unterschiedlich, die vom japanischen Badezimmer inspirierte Sitzwanne Sorrento von victoria+albert aus vulkanischem Kalkstein lässt sich glücklicherweise aber auch mit kälterem Wasser füllen, ist platzsparend und eine ästhetische Ausnahmeerscheinung.

victoria+albert Sorrento

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16. August 2010

Flechtwerk im Bad

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Eingetragen von: Erneste Appell

China ist das Land vereinter Gegensätze: Arm und reich, städtischer Smog und unverbaute Reisfelder, kurz: Ying und Yang. Die Badewanne Gowa von Galatea vereint nun die Härte von weissem Sanitäracryl mit schwarzem Flechtwerk, leistet somit den kulturellen Transfer der Bambusmatte zur europäischen Badewanne und bringt gleichzeitig Ungewohntes, Leichtes und Dunkles ins Bad.

Galatea Gowa 5

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11. August 2010

Graves für Hoesch

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Eingetragen von: Erneste Appell

Michael Graves ist einer jener Architekten, die alles erreicht haben - Studium an Harvard, Gewinner des Prix de Rome, gemeinsam mit 4 Landeskollegen eine Ausstellung am New Yorker MoMA, die Goldmedaille des AIA und zahllose grosse Bauten auf der ganzen Welt. Schon seit den frühen 1980ern widmet er sich parallel dazu der Gestaltung von Alltagsgegenständen und hat neben Teekesseln, Gewürzmühlen und Geschirr auch Möbel und Sanitärobjekte entworfen. Eines der letzteren für den Deutschen Hersteller HOESCH, der das Stück dankbar unter dem Namen Michael Graves vertreibt. Es ist - passend zum Schöpfer, dessen Entwürfe teils an die Postmoderne O. M. Ungers erinnert - ein sehr klassisches Objekt, welches mit starken Grundformen arbeitet und durch die Stützen des massiven Sockels eine stabile Ruhe zum Ausdruck bringt.

HOESCH Michael Graves

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5. August 2010

Objekt der Woche: treesse NEW CLASSIC YOUNG

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Eingetragen von: Erneste Appell

Wer nach gestrigem Beitrag das Gefühl hat, hier geht es nicht um Form, Stil, Material, Luxus und Lebensgefühl, dem sei hiermit das Gegenteil bewiesen. Denn die Badewanne NEW CLASSIC YOUNG der GRUPPO treesse hat alles: Moderne Helligkeit, innovatives Material, Wohnlichkeit, einen Hauch traditionell-klassischen Komforts und nicht zuletzt eine gediegene Grösse.

 GRUPPE treesse > products > decorated tubs > NEW CLASSIC YOUNG

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30. Juli 2010

Objekt der Woche: Flaminia Brick

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Eingetragen von: Erneste Appell

"Wissen Sie, was ein Backstein ist? Eine wertlose Bagatelle. Doch geben Sie ihn mir und ich verwandle seinen Wert in den von Gold."

Dies sagte der amerikanische Architektur-Übervater Frank Lloyd Wright einst zu seinen Studenten. Doch mehr als den Namen Backsein, englisch brick, hat die Anekdote zu diesem Beitrag nicht beizusteueren. Und auch sei dahingestellt, ob es dem italienischen Baddesign-Duo Ludovica e Roberto Palomba bei den BRICKS für Ceramica Flaminia geglückt ist, weisser Keramik den Wert von Gold zu geben - gelungen ist die Serie allemal.

Eine aussergewöhnliche Massivität für Abstellplatz symbolisiert durch "Platzverschwendung" den luxuriösen Anspruch, der hier gestellt wird und bietet eine angenehme Abwechslung im heutzutage so nach Transparent und Bewegung strebenden Design-Alltag.

Ceramica Flaminia > products > BRICK CEST FRAME

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26. Juli 2010

Männlich die Zweite

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Eingetragen von: Erneste Appell

Letzte Woche haben wir den Ferrari der Wasserhähne vorgestellt, ein schreiender Muskelprotz mit aggressiver Formensprache. Dass Männlichkeit auch anders aussehen kann, zeigt hingegen die Kollektion George von Falper. Als Gegenstück zu Coco (siehe hier) sind hier neben dunkleren Farben auch kräftigere Dimensionen verwendet worden (etwa bei der Schublade). Die Zutaten für den erhabenen Stil bleiben hingegen erhalten: Elegant im schwarz-weiss-Kontrast, eine Mischung aus Glanz und Mattheit, hochwertige Materialien und eine Gitterstruktur (bei George nicht orthogonal verlaufend sondern eher an Fibonacci-Muster von Sonnenblumen erinnernd).

Ganz günstig sind die Stücke nicht und schliesslich sehen sie auch nicht danach aus. Auch braucht man schon fast eine schlossartige Umgebung, damit sie wirklich zur Geltung kommen. Für die neue Villa mit offenem Grundriss und in den Wohnraum fliessendem Badezimmer bestens geeignet, den Nostalgie-Chic ohne Antiquitäten zu produzieren, ist George für das gewöhnliche Badezimmer eher nichts...

Falper George

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18. Juli 2010

Objekt der Woche: EVENdesign ORA

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Eingetragen von: Erneste Appell

Manchmal wirken Objekte des Industriedesigns so einfach und skulptural, dass man ihnen die Last der Funktion nehmen möchte, um die reine Form zu erhalten. So gesehen bedarf es ein wenig Vorstellungsvermögen, um den metallenen Anschluss an der Unterseite des Waschbeckens ORA von EVENdesign auszublenden. Im Kontrast zum dünnwandigen, sanft geschwungenen und strahlend weissen Rest ist dieser doch kaum anders als eine klobige Röhre anzusehen. Aber wer weiss, vielleicht weckt dies ja den kreativen Eigenwerker und Klempter in manchem Leser oder ein weisser Lack könnte weiterhelfen!?

EVENdesign

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14. Juli 2010

Transparenz

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Eingetragen von: Erneste Appell

Nein, es geht hier nicht um physische Transparenz sondern um eine Transparenz der Konzeption. Klar stellt der Wasserhahn e.Tap von Equa zur Schau, wo das Wasser fliesst und welcher Teil des Objekts für die technologisch ausgefeilte Steuerung zuständig ist. Per Knopfdruck ergiesst sich so das aufs Grad genau temperierte Wasser aus der schmalen Wasserleitung, die in glänzendem Chromstahl oder braun und schwarz mattiert erhältlich ist.

Equa e.Tap

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