Der erfolgreiche Designer Jean-François d’Or bezieht sich bei seinem Spiegel namens EDVARD auf den norwegischen Maler Edvard Munch, der jenen Schrei (das in vielen Variationen ausgeführte Bild «Der Schrei») malte, der Ende 2005 bei einem bewaffneten Überfall aus dem Osloer Munch-Museum geraubt worden war und zwei Jahre später wieder auftauchte - das Ende eines Krimis um amateurhafte Kunsträuber, die schlicht nicht fähig waren, ein 75 Millionen Dollar teures Gemälde an jemanden zu verkaufen, der es nicht auch hätte zeigen wollen.
Vermutlich hat EDVARD dennoch nicht viel mit seinem Namensgeber zu tun und die runde Form des Spiegels für den Hersteller über den rund aufgerissenen Mund des Gemäldes herzuleiten, wäre wohl eine höchst konstruierte Leseart. Vermutlich ist Jean-François d’Or vielmehr Munch-Fan, hat einen schönen Spiegel für reflect+ entworfen und ihn unbedarft nach dem geschätzten Maler benannt. Was sich dahinter verbirgt: Ein in schwarz und weiss, sowie auf Bestellung in jeder RAL-Farbe erhältlicher, kreisrunder Spiegel in zwei verschiedenen Grössen. 30 oder 70 Zentimeter Durchmesser misst EDVARD, 18 oder 24 Zentimeter Tiefe. Somit kommt er auf ein stolezes Kampfgewicht von 1.5 oder 13 Kilogramm. Und wie die Bilder zeigen, ist die konische Neigung durchaus praktisch: Wandhängig kann er als Handtuchhalter benutzt werden, ansonsten kann man ihn gleich einer Schüssel auf den Boden stellen oder auf die Schrägseite - eine kreative und neuartige Interpretation loftartig an die Wand gelehnter Spiegel.
reflect+ edvard