Antonio Miro ist zwar nicht so bekannt wie sein 50 Jahre zuvor geborener Landsmann und Namensvetter, der Künstler Joan Miro, dennoch liest sich die Biographie des 1947 als Schneiderssohn geborenen Spaniers eindrücklich: Einem ersten eigenen Modegeschäft in Barcelona mit 20 Jahren folgt 1986 die Gründung der Modemarke Antonio Miro. Mittlerweile zeigt diese ihre Mode an den grossen Schauen in Mailand, Paris, Florenz, Tokio und London. Zahllose Geschäfte - Grössen wie das Harrod's oder die Ladenpassage im Guggenheim Museum - führen die Stücke und als Hauptabsatzmarkt hat sich das Unternehmen erfolgreich in den modisch wählerischen Ländern Japan und Grossbritannien etabliert.
Und was macht ein Gestalter, der in einem Bereich derart erfolgreich ist? Etwas Neues natürlich! Die Kollektion Antonio Miro ist dementsprechend die erste Serie von Sanitärobjekten, die der Designer kreiert hat. Für altro + supergrif gestaltet, umfasst diese Möbel, Spiegel, Accessoires und Armaturen. Auf letztere wollen wir nun einen genaueren Blick werfen: Die Auswahl reicht von Waschbecken- über Dusch- bis Badewannen-Armaturen, wobei der Quader das alles verbindende, formale Motiv ist. Dies ist an und für sich nicht sonderlich innovativ aber erstens muss eine Armatur nicht neuartig, sondern gut sein und zweitens überzeugt die stringente Formensprache ebenso wie die Materialität. Zwischen Chrom, Chrom-Iroko und Chrom-Kautschuk kann man wählen, wobei gerade die Kautschuk-Variante eine unkonventionelle Frische verkörpert, ohne billig zu wirken. Eine einfache, puristische und klare Linie!
altro + supergrif Antonio Miro Baño