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11. September 2012

Materialmix

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Eingetragen von: Erneste Appell


RAKU von EVEN Design ist eine ungewöhnlich Kollektion von Accessoires. Es handelt sich um alles, was man im Badezimmer braucht: Seifenspender, Schalen, Zahnputzbecher, Toilettenbürste. Die Kollektion spielt dabei mit einer materiellen Natürlichkeit, die schon länger en vogue ist - denn nicht umsonst sieht man in den letzten Jahren in den modernen Badezimmern neben windkanalgelutschten Formen aus Mineralwerkstoffen zunehmend auch mehr Holz, Naturstein, rohen Beton oder gebürstetes Metall.

RAKU arbeitet mit altbekannten, natürlichen Materialien, mit Keramik und chromierten Messing-Elementen. Hier wird jedoch kein formal minimalistischer Einsatz verfolgt, der entmaterialisiert, sondern stattdessen collagiert und kombiniert. Einfache Formen aus Keramik bilden Die Grundlage einer Gestaltung, die mit willkürlich gebrochenen Elementen aus Messing - man möchte sie fast schon Scherben nennen - angereichert wird. Knorrig und ungeometrisch bedecken diese Teile der Objekte, ziehen sich als Streifen über die Seiten oder als unförmige Dreiecke über Eck. Das ist gelungen, sollte aber von modernen Möbeln, Waschbecken und Badewannen kontrastiert werden.

EVEN Design RAKU

Bewertung: 2.2 von 34 Benutzern

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7. Januar 2012

Rastermanie

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Eingetragen von: Erneste Appell

 

Auguste Perret, eine schillernde Figur der französischen Frühmoderne, der unter anderem die kriegszerstörte Hafenstadt Le Havre wieder aufbaute, war ein Mann des Rasters. Strassen, Plätze, Häuser, Parks, Infrastruktur - alles hatte sich einem strengen Raster einzufügen, das als geometrische Grundordnung eine in sich ruhende Freiheit ermöglichen sollte. Nun gibt es Theorien, wonach das Raster ein menschenverachtendes, unnatürliches und geometrisch-perverses Werkzeug zur Kontrolle ist, andere wiederum behaupten das Raster sei unschuldig, elementar und letztlich eine pragmatische Voraussetzung für Messbarkeit und Einteilbarkeit, also gedanklicher Grundpfeiler der Demokratie.

Doch soll uns dieser theoretische Exkurs hier nicht weiter beschäftigen, stattdessen werfen wir einen Blick auf die Kollektion Xtreme von Mosa. Tiles., die ein grosses und modulares Keramikplattensystem wahlweise mit Akzenten in Glas, Aluminium und Edelstahl durchsetzt. Intuitiv wirkt das ruhig, potentiell vielseitig, geschickt. Letztlich dreht sich die Raster-Frage vielleicht weniger um Raster oder Kein-Raster, sondern seine Art und die Frage, was darin passiert. 

Mosa. Tiles. > Xtreme 

Bewertung: 3.0 von 25 Benutzern

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21. November 2011

Imitation

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Eingetragen von: Erneste Appell

 

Ohne den Bogen allzu weit zu schlagen soll hier vorab gesagt werden: Imitation als blosses Kopieren und verlogenes Nachbilden zu betrachten, greift zu kurz. So galt die 'imitatio' bei Aristoteles als höchste Kunst und war dominant im kunsthistorischen Diskurs von der Renaissance bis zu den Anfängen der klassischen Moderne.

Ob die D-Kollektionen von IMPRONTA CERAMICHE nun diesen höchsten Ansprüchen der Imitation gerecht werden oder doch bloss nachbilden, sei der Beurteilung eines jeden überlassen. Interessant ist in jedem Fall, dass neben die Kollektionen STONE D, MARMO D (unten abgebildet) nun eine ganze Reihe namens MINERAL D (oben abgebildet) tritt. Diese umfasst fünf Gesteine - Dolomitkalk, Sulfur, Kupfer, Pyrit/Eisenkies, Bleierz - und nutzt genau wie die vorherigen D-Kollektionen die digitalen Möchlichkeiten der Gegenwart, um aus gewöhnlichem Feinsteinzeug Platten zu machen, die an verschiedene Gesteine erinnern. Eine Zufallsfunktion, dank der jede Platte anders aussieht, soll die Natürlichkeit von echten Steinen günstiger simulieren. Zumindest durch den fotografischen Blick scheint dies zu gelingen..

IMPRONTA CERAMICHE

Bewertung: 3.4 von 7 Benutzern

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22. Oktober 2010

Objekt der Woche: NEUTRA vitality oder 'die Methode des Und'

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Eingetragen von: Erneste Appell

1930 kritisierte Adolf Behne, einer der bedeutendsten Architekturkritiker der frühen Moderne, die diktatorische Methode des 'Entweder-Oder. Der Bewohner aber denkt: Und.' Ungehört verhallten seine Worte damals und was der sogenannte Funktionalismus mit seiner Funktionstrennung und dem Restgrün zwischen den monotonen Zeilenbauten angerichtet hat, ist bekannt. Und heute, wo die Stadt den neuen Schlafdörfer, genannt Agglomeration - dies trotz günstigem Raum für den Traum vom Einfamilienhaus im Grünen - oft vorgezogen wird und der Ruf nach 'Nutzungsmix' und 'Dichte' allerorts erklingt, wissen wir, wieso. Polyphonie und Vielschichtigkeit, Widersprüche, Brüche und Verzahnungen - all dies macht das Leben interessant.

Sicherlich, hier geht es um Städtebau aber gilt gleiches nicht auch für das Produktdesign? Ist die 'Methode des Und' nicht unglaublich reizvoll? Wenn man die vitality-Kollektion von NEUTRA betrachtet, möchte man diese Frage im Bezug auf die Materialität bejahen und die gelungene Verbindung von Holz und Keramik loben. Die meisten Stücke sind dabei wie im Bild oben als glatte, klare Körper formuliert, während die unten abgebildete Badewanne passend für diejenigen ist, die dem Zeitalter der Holzwerkstoffe den Rücken kehren möchten und das Holz roh und weitgehend unbehandelt im Kontrast zum glatten Keramikkörper spürbar wünschen.

NEUTRA collections > vitality

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30. Juli 2010

Objekt der Woche: Flaminia Brick

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Eingetragen von: Erneste Appell

"Wissen Sie, was ein Backstein ist? Eine wertlose Bagatelle. Doch geben Sie ihn mir und ich verwandle seinen Wert in den von Gold."

Dies sagte der amerikanische Architektur-Übervater Frank Lloyd Wright einst zu seinen Studenten. Doch mehr als den Namen Backsein, englisch brick, hat die Anekdote zu diesem Beitrag nicht beizusteueren. Und auch sei dahingestellt, ob es dem italienischen Baddesign-Duo Ludovica e Roberto Palomba bei den BRICKS für Ceramica Flaminia geglückt ist, weisser Keramik den Wert von Gold zu geben - gelungen ist die Serie allemal.

Eine aussergewöhnliche Massivität für Abstellplatz symbolisiert durch "Platzverschwendung" den luxuriösen Anspruch, der hier gestellt wird und bietet eine angenehme Abwechslung im heutzutage so nach Transparent und Bewegung strebenden Design-Alltag.

Ceramica Flaminia > products > BRICK CEST FRAME

Bewertung: 4.0 von 1 Benutzern

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30. Juni 2010

Objekt(e) der Woche: Decor Walther

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Eingetragen von: Erneste Appell

Wahrnehmung aus phänomenologischer Sicht ist von Erfahrung geprägt, man könnte sagen kulturell konditioniert. In diesem Zusammenhang sind wir es gewohnt, dass sich Keramik, gerade bei Accessoires, in Dimensionen von ein bis zwei Zentimetern präsentiert. Diesen Normalfall auf den Kopf stellend hat DECOR WALTHER mehrere dickwandige, keramische Accessoires gestaltet - von der Toilettenbürstengarnitur über die Seifenschale, die Dose und den schmalen Bürstenhalter bis hin zum vierfeldrigen Pinselhalter ist hier mehr als das (Frauen-)Herz begehrt in klarem, weissen Kreisrund erhältlich.

Decor Walther

Bewertung: 5.0 von 1 Benutzern

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27. Dezember 2008

Fusion WC-Accessoir-Design

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Eingetragen von: Erneste Appell

Im Sanitärbereich ist man immer erfreut, wenn eigentlich artfremde Materialien zum Einsatz kommen. Wir hatten bereits Hölzer, Metalle, Kunststoffe und nun kommen erstmals Accessoires aus MDF.

Zur Erklärung: MDF bedeutet mitteldichte Faserplatte und ist ein Holzverbundstoff. Verschiedentlich eingefärbt und beschichtet stellen MDF-Platten schon längst ein beliebtes und vielseitiges Material im Baubereich dar. Meistens geht es hier jedoch um Quadratmeter und nicht um kleine Objekte. Dass Das Material jedoch auch hier zu überzeugen vermag zeigt die Kyoto Linie der Oltro Collection von Gedy. Ein schlichter holzartiger Look, leichte Schrägen und dazu Keramikbehälter - eine Kombination die funktioniert!

Gedy Kyoto

Bewertung: 2.9 von 8 Benutzern

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