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27. März 2014

Das Tarnkappen-Pissoir

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Eingetragen von: Erneste Appell

Cubic heisst das Pissoir, das Emanuel Rufo für den portugiesischen Hersteller Sanindusa entworfen hat. Im Gegensatz zu den sonst stets in weichen, organischen Formen daherkommenden Stücken, hat Cubic Ecken und Kanten. Die polyognale Geometrie erinnert etwas an Tarnkappenbomber oder sonstige Stealth-Militärobjekte. Doch da sie nicht mit Überschallgeschwindigkeit über den Wolken fliegen, sondern starr an der Wand hängen und wir Blicke, nicht Radarwellen durch unsere Wohnungen schicken, muss man sich doch fragen, was zwei Pissoirs im Wohnzimmer zu suchen haben.

Sanindusa > products > special pieces cubic

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17. April 2012

Ecken und Kanten

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Eingetragen von: Erneste Appell


TT-Form ist eigentlich ein Hersteller von Edelstahl-Spiegeln, die sich durch eine reduzierte und klare Formensprache auszeichnen. Dass man mit diesem Know-How auch zu anderem fähig ist, zeigt die Armaturen-Kollektion Hydrus: Massive Edelstahl-Armaturen huldigen einer futuristisch anmutenden Ästhetik aus kräftigen Primärformen. Kreise, Kuben, spiegelglatte Flächen - dies ist das formale Vokabular. Dass sich der Hersteller jedoch mit einer hohen Durchflussmenge rühmt, befremdet jedoch im Zeitalter von Naturschutz, Nachhaltigkeit und Green Economy.

TT-Form > Produkte > Armaturen > Hydrus - Dusch- und Wannenarmaturen

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28. Februar 2012

Firenze

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Eingetragen von: Erneste Appell

 

Die Kathedrale von Florenz ist ein Meisterwerk der frühen Renaissance. Filippo Brunelleschi, sozusagen der Grossvater der antiken Wiedergeburt der Architektur, konzeptionierte im frühen 15. Jahrhundert die 107 Meter hohe Kuppel, die sie krönt und mit einem Durchmesser von 45 Metern in ihrer Dimension in unbekannte Sphären vorstiess. Bis heute bleibt sie die grösste gemauerte Kuppel der Welt und wurde erst im 20. Jahrhundert - stolze 500 Jahre später - von Kuppeln mit modernen Konstruktionsmaterialien wie Stahl, Aluminium oder Plastik übertroffen.

Was soll nun diese Einführung aus dem Reiche der Kunstgeschichte? Sie ist ein Versuch, herzuleiten, weshalb der Wasserhahn Firenze von Rubinetterie Stella diesen Namen trägt. Denn vielleicht tut er dies, weil die Florentiner Kuppel auf einem Achteck basiert und dieses offensichtlich auch die gestalterische Leitidee des Wasserhahns ist. Das mag nun stimmen oder auch nicht, hübsch ist das Stück definitiv, kantig und kristallin mit einem hauch von facettiertem Edelstein.

Rubinetterie Stella Firenze

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27. Januar 2012

Klippklapp

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Eingetragen von: Erneste Appell

 

Ja, die polygonalen Formen sind im Alltag angekommen. Früher erst in experimentellen Architekturen und Designobjekten zu sehen, scheint die Abkehr vom rechten Winkel mittlerweile auch für die Durchschnittswohnung geeignet. Doch natürlich braucht es jeweils eine Legitimation oder zumindest eine erklärende Analogie, um die Form zu rechtfertigen - zu tief sitzt das minimalistische Dogma der 90 Grad.

 Im vorliegenden Fall sind es die scharfkantigen Formen von Kristallen, also von ganz natürlichen Dingen, die die Stücke der Kollektion CRYSTAL von Olympia inspiriert haben. Was beim symmetrischen, freistehenden Waschbecken (siehe oben) überzeugt, scheint sich bei der wandhängigen Variante mit vertiefter, glänzender Ablage (siehe unten) dann leider in ein willkürliches Winkelspiel aufzulösen. Glücklicherweise ist dies die Ausnahme in der Kollektion und auch in schwarz lassen sich die Stücke sehen.

 

 

Olympia CRYSTAL

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30. April 2011

Loftig

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Eingetragen von: Erneste Appell

Sonderlich industriell wirken die Stücke der Lofty-Kollektion von Azzurra Arredobagno nicht und auch der Platzbedarf scheint im Rahmen zu sein - wie sich die Namensgebung herleitet bleibt daher schleierhaft. Klar dagegen ist das Design: eine gelungene Harmonie zwischen scharfen Kanten, geschwungenen Linien, zwischen der grossen Form und dem Detail. Und vielleicht macht gerade das den Unterschied zwischen einem Bett in einer Industriehalle und einer charmanten Loft aus..

Azzurra Arredobagno Lofty

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13. März 2011

Nut und Grat

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Eingetragen von: Erneste Appell

Die Schweizer Architektur positioniert sich ebenso wie die dortige Designlandschaft klar minimalistisch und ist bezüglich gewisser Exponenten als stark materialbezogen zu bezeichnen. Dies macht die Werke der Eidgenossen neben jenen der Japaner mit zu den Spannendsten der Gegenwart. nut+grat, ein junges Designbüro aus der französischen Schweiz verbindet diese reduzierte Formensprache zudem mit einem nachhaltigen, regionalökonomischen Ansatz und produziert unter anderem zwei Waschbecken - das weich geschwungene lavabelle (siehe oben) und das maskulin-kantige und massivere männliche Pendant lavabeau (siehe unten). Beide sind auch stabverleimtem Massivholz aus Edelkastanie und der lokalen Walliserlärche produziert, dank Hartöl gegen Feuchte gewappnet und schlichtweg schön. Und ohnehin ist Holz als Kontrast zu der weitverbreiteten Kälte zeitgenössischen Designs zu begrüssen.

nutundgrat lavabelle

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22. Juli 2010

Objekt der Woche: Belvedere

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Eingetragen von: Erneste Appell

"bel vedere" ist Italienisch und heisst "schöne Aussicht". Doch während dieser Begriff über Jahrhunderte für Schlösser, Paläste und Jagdgüter verwendet wurde, was die Gestaltung einer nostalgischen Kollektion unter diesem Namen vermuten liesse, trägt ihn nun eine streng moderne Kollektion aus dem Hause FANTINI. Die polygonal verwinkelte Formensprache, die an den berühmten Tarnkappenbomber F-117 Nighthawk erinnert, ist alles andere als schlicht und elegant. Mit männlichem Gebrüll wird hier um Aufmerksamkeit gebuhlt. Der Schlachtruf lautet "Schau mich an, wie schön ich aussehe." und insofern sind wir trotzdem nicht allzu weit weg von den Adelssitzen der alten Zeiten.

Das kantige Stück gibt es übrigens mit einer Stange als Steuerelement (siehe rechts) oder einer Platte aus Glas (siehe links) oder Chromstahl.

FANTINI belvedere

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