Von wenigen Ausnahmen abgesehen funktioniert Sanitärdesign so, dass die immer gleichen Aufgaben mit leichten technischen Änderungen hinter der Wand auch immer gleich gelöst werden. Um sich dann von der Konkurrenz abzuheben, die dasselbe tut, werden skulpturale Gestalter herangezogen, die das gewöhnliche Waschbecken, die gemeine Badewanne und die normale Toilette zum Designobjekt hochzustilisieren haben.
Der seltenste Fall ist nun die fantastische Kombination, dass eine technische Neuerung ein Objekt zum Spezialfall macht, ohne dass er spektakulär überformt werden müsste und dabei noch gestalterische Qualitäten hervorbringt. So geschehen beim Viega Rotaplex Trio F. Der neuartige Badewanneneinlauf funktioniert nämlich weder über die Seite aus der Wanne heraus noch über einen Einlaufhahn sondern durch die Auslaufrosette selbst. Dabei bildet sich ein ansehnlicher Wasserstern, der Vorgang ist nahezu unhörbar - angesichts vieler wasserfallartig tosenden Einlaufsysteme eine akustische Wohltat - und für Extrempuristen ist wohl auch die Tatsache, auf eine absolute Standardarmatur im Badezimmer verzichten zu können, ein schlagendes Argument.
Fazit: Eine technologische Neuerung ohne zusätzlichen Platzbedarf, dafür mit eleganten formalen und nutzungsbezogenen Vorteilen.
Viega Rotaplex Trio F