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2. September 2010

Loftig Baden

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Eingetragen von: Erneste Appell

Eine alte Messing-, Kupfer- oder Chromstahlwanne hat einen eigentümlichen Charme. Sie erinnert opulent an vergangene Zeiten, in denen eine Badewanne noch Luxusgut war - und doch ist sie meist zu klein, um diesem Flair beim heutigen Standard gerecht zu werden. Wer sich nun angesichts dessen nicht mit unzureichenden Abmessungen zufrieden geben will, auch den glatten, hellen Komfort moderner Wannen schätzt und trotzdem nicht auf die Metalloptik zu verzichten bereit ist, der sei an die deutsche Knief&Co. GmbH verwiesen. Im kleinen aber feinen Sortiment findet sich dort die Badewanne LOFT VI, die in gediegenen Dimensionen und klaren Formen daherkommt und dabei ein Kleid aus vergangener Zeit zu tragen scheint. Da die Fotographie ungünstig ist, das Stück aber Beachtung verdient, möge man sie sich in einer Atmosphäre vorstellen, die ihrem Namen entspricht...

Knief&Co.GmbH LOFT VI

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29. August 2010

Flow?

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Eingetragen von: Erneste Appell

Die Kollektion Flow300 vom in Deutschland lebenden, iranischstämmigen Architekten Hadi Teherani, der sonst eher für Infrastruktur- und grosse Bürobauten bekannt ist, zeichnet sich durch eine sanfte Linienführung aus. Trotzdem wäre wohl stem300 (engl stem: stemmen) oder stretch300 treffender gewesen, ist der Eindruck doch weniger ein Fliessen als vielmehr ein sich-in-den-Raum-recken und sich-dem-Betrachter-entgegenstemmen. In jeweils strengen Horizontalen gehalten ist dies das Resultat von Aufsichts- und Ansichtsform, einer sich zur Spitze des jeweiligen Objektes hin verjüngenden Gesamtform. Diese feinfühlige Formfindung hätte man Teherani nicht zugetraut.

KERAMAG Flow300

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26. August 2010

Tradition in Gold

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Eingetragen von: Erneste Appell

Seit der Industrialisierung gilt die Maschine als effizienter Heilsbringer ebenso wie als potentiell Böses und es bleibt die Frage, wer wessen Sklave ist. Mittlerweile ist die Technik weit fortgeschritten und es gibt nicht bloss Maschinen sondern komplexe Informationstechnologien und vielerlei mehr - aber noch immer ist das Unbehagen in Anbetracht der rasenden Entwicklung präsent. So ist die Beliebtheit von Loftwohnraum zu erklären - und gäbe es günstige, stadtnahe Schlösser, so wäre dies wohl kaum anders.

Das Interesse für die Vergangenheit, teils gar für das Archaische - verbunden mit einer meist beträchtlichen Idealisierung - ist natürlich auch mit Ausbau, Möbeln und Alltagsgegenständen verbunden und so war in den letzten Jahren eine Vielzahl von Armaturen im historisierenden Stilkleid zu entdecken. Die entsprechenden Badewannen sind auch längst marktreif und während viele Hersteller auf eine Neuinterpretation in modernen Materialien setzen, gibt sich die Delphi von Jörger ganz der edlen Tradition hin und überzeugt mit weisser Keramik und vergoldeten Löwentatzen.

Jörger > Produkte > Badewanne

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24. August 2010

Baden in Email

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Eingetragen von: Erneste Appell

Nein, es geht hier nicht um elektronische Post sondern das französische émail, zu Deutsch: Schmelzglas. Diese anorganische Masse aus Silikaten und Oxiden wird schon seit langem als Schutzüberzug für Schüsseln, Strassenschilder oder Zifferblätter verwendet, was zeigt, dass Email je nach Zusammensetzung günstiger Schutzüberzug oder exklusiver Garant für Dauerhaftigkeit sein kann.

Im Fall der AMBIENTE-Badewanne von KALDEWEI aus Stahl-Email handelt es sich um eine fein austarierte Mischung, welche den metallisch geformten Körper der Wannen überzieht. Wesentlich beständiger als Keramik gibt der Hersteller auch selbstbewusste 30 Jahre Garantie und abgesehen davon, dass die Stücke am Ende ihres Lebens zu 100 % recycelt werden können, sieht das Ganze auch wirklich gut aus.

KALDEWEI AMBIENTE

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13. Juli 2010

Mythen des Badezimmers

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Eingetragen von: Erneste Appell

Frauen haben bekanntlich mehrere hundert Cremes, Shampoos, Lotionen und Instrumente um an Augenbrauen, Fingernägeln und zahllosen anderen Stellen ihres Körpers zu arbeiten. Und auch der heutige Mann hat die Angst vor Pflegeprodukten als Ausdruck versteckter Homosexualität abgelegt und macht eifrig mit.

Soweit das in der Öffentlichkeit häufig gezeichnete Bild. Doch häufig ist dem nicht so und es bedarf nur einer guten Hand voll Produkte, welche durchaus elegant auf dem Waschtisch drapiert werden können. Der grossartige Stauraum im aufgedickten Spiegel (= Spiegelschrank) verkommt so des öfteren zu einem Sammelsurium von Hotelshampoos und Mustern, die am Ende bloss weggeschmissen werden.

In diesem Sinne diszipliniert die neue Spiegelkollektion von EMCO den Benutzer, Ordnung zu halten. Denn den Spiegelschrank gibt es nicht mehr, dafür ein lupenreines Spiegelkonzept, mit eingearbeitetem Schminkspiegel (siehe oben), indirektem und separat aktivierbarem Licht (siehe unten). Und die neu gewonnene Schlankheit der Objekte spricht fraglos für sich.

EMCO Spiegel

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9. Juli 2010

Objekte der Woche: Elidur GRACE

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Eingetragen von: Erneste Appell

Reduktion, Purismus, Minimalismus, Askese, zurückhaltende Eleganz, Kontrolle. Dies sind nur ein paar Schlagworte, die ungefähr umreissen, was der herkömmliche Industriedesigner heutzutage produziert. Ohne diese durchaus reizvolle Schlichtheit kritisieren zu wollen, ist es doch offensichtlich, dass die hier vorliegende Kollektion GRACE aus dem Hause Elidur einen anderen Kurs einschlägt - man vergleiche etwa mit den gestern vorgestellten Stücken...

Der Londoner Designer Kelly Hyatt strebte bei seinem Entwurf eine lebendige Leichtigkeit ein. Leicht aufgrund der dominierenden Transparenz von sandgestrahltem Glas und lebendig aufgrund der Grafikdruckmotive - feingliedrige Libellen, Blumen, Blätter (siehe unten). Und alles in einer erfrischenden Farbigkeit, die knallige Töne verwendet, ohne in eine penetrante Richtung abzugleiten. Ein gelungener Drahtseilakt!

Sicherlich nicht jedermanns Sache, sondern etwas für den naturverbundenen Städter von heute - lebensbajahend, verspielt und technisch anspruchsvoll.

Elidur GRACE

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7. Juli 2010

X-Large

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Eingetragen von: Erneste Appell

Zugegeben, der Ansatz, eine Serie von Badezimmermöbeln auf der offensichtlichen Tatsache des Bedarfs nach Stauraum aufzubauen, ist nicht sonderlich kreativ. Doch wieso nicht die Dinge beim Namen nennen? In der Serie X-Large von Duravit ist genau dies geschehen und die kubisch reduzierte Formensprache lässt nicht unbedingt erahnen, dass die grossen Kisten, die das Bild dominieren, eine kleinteiliges und geschickt organisiertes Innenleben haben. Simpel, einfach, im Metallfinish oder verschiedenen Hölzern erhältlich gibt es hier elegante Stücke ohne Effekthascherei. Und vor allem die auch mit Rollen erhältliche Sitzkiste (siehe unten) ist äusserst praktisch.

Duravit X-Large

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30. Juni 2010

Objekt(e) der Woche: Decor Walther

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Eingetragen von: Erneste Appell

Wahrnehmung aus phänomenologischer Sicht ist von Erfahrung geprägt, man könnte sagen kulturell konditioniert. In diesem Zusammenhang sind wir es gewohnt, dass sich Keramik, gerade bei Accessoires, in Dimensionen von ein bis zwei Zentimetern präsentiert. Diesen Normalfall auf den Kopf stellend hat DECOR WALTHER mehrere dickwandige, keramische Accessoires gestaltet - von der Toilettenbürstengarnitur über die Seifenschale, die Dose und den schmalen Bürstenhalter bis hin zum vierfeldrigen Pinselhalter ist hier mehr als das (Frauen-)Herz begehrt in klarem, weissen Kreisrund erhältlich.

Decor Walther

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2. Juni 2010

Die japanische Ecke

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Eingetragen von: Erneste Appell

Im Anschluss an die Industrialisierung und die damit einher gehende maschinelle Fertigung von Bauteilen und Produktkompontenten setzte sich die scharfe Kante durch und galt als Symbol für Klarheit. In der heutigen Gesellschaft hat sich dies aufgrund des Konkurrenzdrucks zwischen den Produzenten und des Individualitätswunsches der Konsumenten geändert und vom Alltagsprodukt bis hin zum städtischen Kulturzentrum sind wir zunehmend mit organisch geschwungenen Formen, gemorphten Figuren und einzigartig spitzen Winkeln konfrontiert.

Wir haben also die Qual der Wahl und das auch im Badezimmer. Wer nun auf klare Linien nicht verzichten will und doch die scharf geschnittene Kante als zu aggressiv empfindet, der kann sich ein Haus der japanischen Stararchitekten SANAA bauen lassen, welche der abgerundeten Ecke zu neuer Präsenz verhalfen. Oder - etwas günstiger - man entscheidet sich für Sanitärobjekte der Kollektion pearl von 4B. Hier steht alles im Zeichen der abgerundeten Ecke, vom Schrank über das Waschbecken oder den Spiegel bis hin zum eleganten Abfluss.

4B pearl

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27. Mai 2010

Die Summe der Teile

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Eingetragen von: Erneste Appell

Vielleicht haben die Holisten recht und das Ganze ist nicht mehr als die Summe seiner Teile doch Philosophie beseiten scheint die Menschheit bislang gerade in Punkten des Umgangs mit der eigenen Welt noch nicht einmal daran zu glauben und zu hunderten fahren die Angestellten des mittleren Kaders in ihren SUVs zur Arbeit, auf dem Rücksitz gerade einmal den Blazer. Nach dem Motto: "Die Welt geht doch sowieso vor die Hunde, was soll ICH also verzichten?"

Leider sind die Zukunftsängste betreffend unserem Ökosystem weniger akut als beispielsweise beim fast kollabierten Euro, der dazu noch an des Menschen empfindlichster Schraube drehte: Geld. Hier wurde gemeinschaftlich und entschlossen gehandelt und auch wenn der langfristige Erfolg zweifelhaft scheint, die Attitüde stimmte. Im Bezug auf unsere Umwelt scheint der Übergang vom Umdenken zum Umhandeln an der Schwelle. Immer mehr Leute kaufen freiwillig kleinere Autos, investieren in Passivhäuser und essen Bio-Gemüse. Weiter so!

Für den verantwortungsvollen Zeitgeist bietet Villeroy & Boch nun das passende WC: Das Omnia GreenGain verbraucht statt den durchschnittlichen 6 Liter Trinkwasser pro Spülung deren lediglich 3,5. Diese durch optimierte Form der Schüssel und eine neuartige Vorwandtechnologie eingesparte Wassermenge  summiert sich beim durchschnittlichen deutschen 4-Personen-Haushalt bereits auf knapp 60'000 Liter. Und jetzt rechnen wir doch einmal zusammen, wieviel Wasser im ganzen Land gespart werden könnte...

Villeroy & Boch Omnia GreenGain

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