Spätestens seit dem Dekonstruktivismus der 1980er Jahre sind Brüche, Verschneidungen, Überlagerungen, Voids und dergleichen in das Gestaltungs-Repertoire von Architekten und Designern eingegangen. Vergleichsweise zahm kommt jedoch der Wasserhahn Structure 220 daher, den das Steinberg-Designteam um Michael Schneider entwarf. Auch hier wurde der Durchbruch zum thematischen Leitbild, allerdings wurde dieser in sanftem Schwung ausgeführt, als gleichsam von Wasser umflossene Leerstelle in einem auch sonst von dynamischen Kurven dominierten Objekt. Dessen zweiter Hingucker ist fraglos der schlanke Joystick zur Steuerung von Wassermenge und -temperatur. Dezent, individuell und elegant ist das Stück, ohne sich in blosser Effekthascherei zu verlieren: 10 Punkte!
Steinberg Structure 220